Bielefeld siegt beim VfL Osnabrück
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Gleiche Höhe: Osnabrücks Joost van Aken (l.) und der Bielefelder Cedric Brunner lieferten sich am Montagabend  erbitterte Zweikämpfe. Den Siegtreffer für die Arminen erzielte Andreas Vogelsammer in der 59. Minute. Bielefeld festigt durch den Auswärtserfolg Tabellenplatz 2 in der 2. Fußball-Bundesliga.
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Und damit den Rückstand auf die beiden Topteams Hamburg und Stuttgart auf zwei Punkte verkürzt. Vor 15 800 Zuschauern ließ Andreas Voglsammer die Ostwestfalen mit seinem Tor in der 59. Minute jubeln. Aufsteiger Osnabrück muss sich nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge nach unten orientieren, Bielefeld dagegen ist das bislang auswärtsstärkste Team der 2. Liga (vier Siege, ein Unentschieden) und saisonübergreifend seit neun Auswärtsspielen unbesiegt – Zweitliga-Vereinsrekord.

 Während die VfL-Anhänger aus Protest gegen Montagsspiele in der ersten Halbzeit wie angekündigt ihren Stimmungsboykott durchzogen, nutzten die mitgereisten Bielefelder Fans die zunächst ungeteilte Aufmerksamkeit an der Bremer Brücke, um im Schutze der mitgebrachten Fahnen und Banner reichlich und immer wieder Pyrotechnik abzubrennen. Auf dem Platz dagegen waren zündende Ideen in den ersten 45 Minuten Mangelware. Arminia kontrollierte das Spiel über weite Strecken, hatte deutlich mehr Ballbesitz, aber im letzten Drittel fehlten Konsequenz und Präzision. Trainer Uwe Neuhaus beorderte Andreas Voglsammer anstellte des gesperrten Toptorjägers Fabian Klos ins Sturmzentrum, Cebio Soukou wechselte auf den linken Flügel, rechts stürmte Jonathan Clauss. Richtig gefährlich wurde es nur einmal, als Clauss Soukou bediente, und der den Ball Zentimeter am langen Pfosten vorbeispitzelte (25.).

Auch im zweiten Abschnitt dominierten die Abwehrreihen beider Mannschaften – bis die Arminia doch die eine Lücke fand. Während VfL-Kapitän Marc Heider wegen eines vermeintlichen Foulspiels reklamierte, ging es ganz schnell. Langer Ball auf Clauss, der legt quer auf Voglsammer. Und Arminias Auswärts-Knipser vom Dienst schlägt wieder zu. Erst ein Haken, dann vollendet er mit rechts zum 0:1. Acht seiner letzten neun Pflichtspieltore erzielte Voglsammer auswärts. Dem VfL fiel danach nichts mehr ein, erst in der Schlussphase wurde es noch einmal turbulent. Erst verweigerte Schiri Markus Schmidt Voglsammers 0:2 nach Videobeweis-Entscheid wegen eines Stürmerfouls die Anerkennung (90.). Dann sah Amenyido nach einem Foul am DSC-Stürmer die Rote Karte.

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