Bielefeld ungeschlagen, Münster verliert
Bild: dpa
Bielefelds Torschütze zum 1:0, Tim Jerat (M) wird nach seinem Treffer von seinen Teamkollegen Patrick Schönfeld (l-r), Marcel Appiah und Tom Schütz geherzt.
Bild: dpa

Aufsteiger Arminia Bielefeld hat sich in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga auf Rang drei vorgeschoben. Beim 2:1 (0:0)-Sieg am Samstag gegen den SV Sandhausen bejubelten die 11.037 Zuschauer vor allem Doppeltorschütze Tim Jerat (50./68. Minute). Der Anschlusstreffer der Sandhausener fiel nach einem Eigentor von Johannes Rahn (77.).

Durch den Sieg hielt zudem die beeindruckende Heimserie der Ostwestfalen, die zuletzt am 31. Oktober 2012 ein Spiel zu Hause verloren haben - im Pokal gegen Bayer Leverkusen mit 2:3.

Doch Sandhausen hätte die beeindruckende Heimserie des Gegners am Wochenende durchaus beenden können. Denn spielerisch waren die Badener den Hausherren überlegen, agierten in der Offensive aber zu ideenlos und hatten Pech, als Manuel Stiefler (29.) nur den Pfosten traf.

Effektiver agierten die Bielefelder: Mit dem ersten Torschuss auf das Sandhausener Tor markierte Jerat die Führung und erzielte wenig später noch seinen dritten Saisontreffer.

Joker schießen Tabellenführer Heidenheim zu Sieg gegen Münster

Zwei Joker haben Tabellenführer 1. FC Heidenheim zum fünften Sieg in Serie in der 3. Fußball-Liga geschossen. Am Samstag gewann Heidenheim dank der Treffer der eingewechselten Smail Morabit (64.) und Alper Bagceci (86.) gegen Preußen Münster mit 2:1 (0:0).

Matthew Taylor (47.) hatte die Gäste vor 8400 Zuschauern überraschend in Führung gebracht. Doch nachdem Kevin Schöneberg (51.) für einen Kung-Fu-Tritt die Rote Karte sah, konnte Heidenheim die Partie gegen zehn Münsteraner noch drehen.

Münster verlor somit auch beim Debüt des neuen Trainers Ralf Loose und bleibt seit dem ersten Spieltag sieglos.

Siegestreffer kurz vor Schluss erzielt

Münster war nach dem schwachen Saisonstart um Sicherheit in der Defensive bemüht. Heidenheim tat sich lange schwer und kam erst kurz vor der Halbzeitpause zu ersten guten Chancen durch Marc Schnatterer (36.) und Florian Niederlechner (38.). Doch Münsters Torhüter Daniel Masuch hielt zweimal glänzend. Dann traf Taylor mit der ersten Münsteraner Torchance.

Aber nach Schönebergs hartem Tritt kam Heidenheim schnell durch den eingewechselten Morabit zum Ausgleich. Bagceci (77.) traf für am Ende nur noch stürmende Heidenheimer zunächst den Pfosten, erzielte dann aber kurz vor Schluss den umjubelten Siegtreffer, wodurch sich Heidenheim an der Tabellenspitze absetzen konnte.

Preußen-Fan-Bus angegriffen

Auf dem Weg zur Voith-Arena in Heidenbeim ist ein Preußen-Fan-Bus nach Angaben des Vereins „Fanprojekt Preußen Münster“ angegriffen worden. Bei der ersten Rast seien die Businsassen „von Dortmunder Hooligans“ angegriffen worden. Einem Fan wurde das Nasenbein gebrochen. Außerdem wurden Fan-Artikel gestohlen.

Die Situation sei dabei noch glimpflich ausgegangen, hieß es auf der Facebook-Seite des Vereins. „Glücklicherweise haben unsere Fans besonnen genug reagiert, so dass die Situation nicht zur Eskalation geführt hat.“

Nächster Dämpfer für BVB - nur 1:1 in Nürnberg

Nach der Auftaktpleite in der Champions League hat Borussia Dortmund auch in der Bundesliga den ersten Rückschlag erlitten. Drei Tage nach dem missratenen Königsklassen-Start kam die Auswahl von Trainer Jürgen Klopp am Samstag beim 1. FC Nürnberg trotz zwischenzeitlicher Führung nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und ließ damit im sechsten Spiel die ersten Punkte liegen.

Nationalspieler Marcel Schmelzer (37. Minute) hatte die Gäste in Front gebracht, Per Nilsson (51.) sorgte aber noch für den verdienten Ausgleich für die Franken. Während der müde Champions-League-Finalist den erhofften sechsten Dreier verpasste, durfte sich der angeschlagene „Club“-Trainer Michael Wiesinger über einen verdienten Teilerfolg freuen.

BVB-Vulkan Klopp wirbelte nach dem wenig erbaulichen Auftritt in Neapel sein Team gehörig durcheinander. Nationalspieler Hummels fehlte verletzungsbedingt, für ihn rückte Neuzugang Sokratis in die Innenverteidigung der Westfalen. Völlig überraschend beorderte Klopp Youngster Marvin Ducksch zu dessen Startelf-Debüt in die Sturmspitze, die Stammkräfte Robert Lewandowski und Henrich Mchitarjan bekamen eine Ruhepause auf der Ersatzbank.

SOCIAL BOOKMARKS