Bielefeld verliert 0:3, Paderborn siegt 4:2
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Zweiter Sieg in Folge: Paderborns Daniel Brückner (2.v.l), Jens Wemmer, Mahir Saglik und Markus Krösche freuen sich über den Treffer von Alban Meha (l.) zum 4:2-Endstand gegen den FSV Frankfurt.

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Die Aufstiegs-Euphorie ist verflogen, der harte Zweitliga-Alltag hat Arminia Bielefeld schneller eingeholt als nach dem guten Start erwartet.  „Bei uns ging es zwei Jahre ununterbrochen bergauf. Dass wir eine Phase haben werden, in der wir uns blutige Nasen abholen, war klar. Jetzt dürfen wir nur nicht die Nerven verlieren“, sagte Trainer Stefan Krämer und gab sich kämpferisch: „Ich mache mir keine Sorgen. Wir werden unser großes Ziel Klassenerhalt schaffen.“

Kalt erwischt in der zweiten Halbzeit

Eine Stunde lange sah das ganz ordentlich aus, was die Arminen auf der Ostalb boten. Krämer reagierte auf den verletzungsbedingten Ausfall seines Top-Stürmers Klos mit der Doppelspitze Sembolo/Hille, auch Jerat stand neu in der Startelf. Hinten hielt der DSC zunächst dicht, vorne hatte der agile Christian Müller zweimal die Führung auf dem Fuß. Doch der Rückstand durch Hofmann, der sich gegen Feick durchsetzte und zum 1:0 ins lange Eck vollendete (59.), erwischte Bielefeld eiskalt. Plötzlich lief nicht mehr viel zusammen, das 0:2 durch Junglas neun Minuten später war die Vorentscheidung. Nach einer Ecke stieg Sembolo nicht hoch zum Kopfball, Junglas nickte ein. Krämer: „Zwei individuelle Fehler bringen uns auf die Verliererstraße. Das ist bitter.“ Schließlich erhöhte Robert Lechleiter (81.) per Konter noch auf 3:0.

Hübener gibt Kapitänsbinde ab - Hornig Nachfolger

Viel Arbeit also für Stefan Krämer, der unter der Woche mit der Kapitänsfrage eine weitere Baustelle zu bearbeiten hatte. Thomas Hübener stellte sein Amt überraschend zur Verfügung, Manuel Hornig ist ab sofort neuer Kapitän des DSC. Hübener: „Mir sind die ganzen Termine zu viel geworden. Meine Familie wohnt in Leverkusen, ich habe das alles nicht mehr vernünftig unter einen Hut bekommen.“

Spektakel beim SC Paderborn

Vier Tore in exakt 4:34 verrückten Minuten bekamen die 6523 Zuschauer am Freitagabend in der Benteler-Arena geboten – unterm Strich stand ein 4:2 (1:1)-Sieg des SC Paderborn gegen den FSV Frankfurt. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, schüttelte Gästespieler Björn Schlicke den Kopf. Nach der Frankfurter Führung durch Mathew Leckie (22. Minute) und dem Ausgleich durch Mahir Saglik (29.) in einer ansonsten an Höhepunkten armen ersten Hälfte ging es zu Beginn der zweiten Halbzeit Schlag auf Schlag.

49. Minute: Saglik bedient Johannes Wurtz, der zum 2:1 trifft. 51. Minute: Saglik erhöht aus 16 Metern auf 3:1. 55 Sekunden später: FSV-Angreifer Edmond Kapllani verkürzt auf 3:2. Wieder nur Sekunden später: Wemmer setzt sich auf rechts herrlich durch, bedient Alban Meha, der volley zum 4:2 vollendet. Ein verrücktes Spiel. Mahir Saglik war mit zwei Treffern und einer Torvorlage der Mann des Abends beim SCP, der sich nach dem zweiten Sieg in Folge vorerst auf den achten Tabellenplatz verbesserte.

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