Bielefelder zeichnen Bilder in den Himmel
Wie schön die Universität Bielefeld sein kann, zeigte „Flash Art“ mit einer eindrucksvollen Lichtinszenierung zum Absolvententag 2014.

Der Betrieb im Gewerbegebiet in Bielefeld-Hillegossen wirkt unscheinbar. Der Bürotrakt ein verklinkerter Zweckbau, daneben eine Lagerhalle, davor Containerboxen und Parkraum. Nur ein kleines Firmenschild mit der Aufschrift „Flash Art“ deutet darauf hin, dass hinter der Fassade Spektakuläres produziert wird: Markus Katterle und sein Team inszenieren mit Feuerwerk, Laser- und Wassershows emotionale Bilder und Momente, die Massen begeistern – bei den Scheichs in Katar und Bahrain ebenso wie in der Allianz-Arena des FC Bayern München oder auf dem Campus in Bielefeld.

Gefühle erzeugen

„Wir wollen mit unseren Bildern Gefühle erzeugen, die den Menschen die Herzen öffnen“, sagt Katterle. Und wenn er bei und nach den Shows dann auch noch die Begeisterung der Menschen spürt, dann geht ihm selbst das Herz auf. Mit lautem Knall und möglichst vielen bunten Farben ist das nicht zu erreichen. Flash Art hat einen eher künstlerischen Anspruch. Ob Feuerwerk, Licht- oder Wassershows, jede Vorstellung wird dem Anlass entsprechend inszeniert.

Ein Aha-Erlebnis, das in Erinnerung bleibt, gönnt der FC Bayern München seinen Fans traditionell beim letzten Heimspiel vor dem Weihnachtsfest in der Allianz Arena. Für die aufwendige Laser-Show, bei der Musik die Dramaturgie vorgibt, zeichnet das Bielefelder Unternehmen verantwortlich. Das multimediale Dankeschön an die Zuschauer ist der Vereinsführung so wichtig, dass nichts dem Zufall überlassen wird. „Im Zweifelsfall nimmt Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge persönlich Einfluss auf die Musikauswahl“, erklärt Markus Katterle. 20 Laser-Systeme (Stückpreis mehr als 100.000 Euro) waren im Einsatz. Mehrere Tage Vorbereitung im Stadion waren nötig.

Wichtigste Kundengruppe

Öffentliche Auftraggeber wie Kommunen und Wirtschaftsunternehmen bilden die wichtigste Kundengruppe, der Privatbereich folgt gemessen am Umsatz mit erheblichem Abstand. „Aber natürlich sorgen wir auch für ein individuelles Highlight beim runden Geburtstag oder einer besonderen Feier“, erklärt Markus Katterle.

Silvester feiert der 54-Jährige ganz privat, wobei ein kleines, aber feines Feuerwerk auch da nicht fehlen darf. Ganz entspannt ist er aber nicht: Kurz vor dem Jahreswechsel ist noch ein wichtiger Auftrag hereingekommen: Ein Königshaus im Nahen Osten hat für ein Hochzeitsfest eine große Show in Auftrag gegeben. Grundsätzlich kein Problem, aber wenn der Termin der 28. Januar ist, wird das Ganze zu einer Herausforderung. „Da ist auch logistisch eine Meisterleistung erforderlich.“

Einen Themenschwerpunkt zu Flash Art lesen Sie in der Silvester-Ausgabe der „Glocke“ auf der Westfalen-Seite.

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