Biennale zeigt Kultur Ostwestfalens
Bild: Gans

Bringen die Biennale zum Schloss Rheda (v. l.): Intendant Andreas Kuntze und Christian Becker (NWD Herford), Intendantin Dr. Merula Steinhardt-Unseld (Kammerspiele Paderborn), Intendant Michael Heicks (Bielefeld), GMD Alexander Kalajdzic (Bielefelder Philharmoniker), Christiane Pfitzner und Wolfgang Böllhoff (Biennale OWL), künstlerischer Leiter Dieter Powitz, Albrecht Wrede (Fürstliche zu Bentheim-Tecklenburgische Kanzlei), Maximilian Erbprinz zu Bentheim-Tecklenburg, Prof. Manfred Stertz (Prorektor Musikhochschule Detmold).

Bild: Gans

Als Wirtschaftsstandort ist Ostwestfalen-Lippe ein Begriff. Doch dass die Region auch kulturell stark aufgestellt ist, wird innerhalb und außerhalb dieses Raumes nicht vergleichbar wahrgenommen. So sieht es zumindest ein Verein, der das mit einer „Biennale für Ostwestfalen-Lippe“ ändern will, die ab 2012 die landschaftlichen Vorzüge und die kulturelle Vielfalt vorstellen soll. Der „Prolog“ dazu findet vom 30. Juni bis 3. Juli 2011 unter dem Motto „land.schafft.kultur“ am Schloss Rheda statt, das auch Austragungsort der ersten Biennale ist.

Musik, Theater, Literatur und Tanz

Fünf bedeutende Kulturträger sind beteiligt: das Theater und die Philharmoniker aus Bielefeld, die Nordwestdeutsche Philharmonie aus Herford, die Paderborner Kammerspiele, das Landestheater Detmold und die Musikhochschule Detmold. Das Besondere dieses Festivals hebt Christiane Pfitzner, die Vorsitzende des Vereins Biennale OWL, hervor: „Wir haben alle vier Sparten vertreten – Musik, Theater, Literatur und Tanz. Außerdem wirken bei uns vornehmlich Künstler aus der Region mit.“ Die Biennale konzentriere sich über einen begrenzten Zeitraum auf einen einzigen Ort, an dem exklusive Produktionen gespielt werden.

Prolog im Schloss Rheda

Dass die Ortswahl für den „Prolog“ und die erste Biennale 2012 auf das Schloss Rheda fällt, kommt nicht von ungefähr. Neben der historischen und architektonischen Bedeutung spielt auch die jahrhundertealte Tradition der Musikpflege eine wichtige Rolle, wie Hausherr Maximilian Erbprinz zu Bentheim-Tecklenburg betont. Sieben Vorführungen an vier Tagen hat der künstlerische Leiter Dieter Powitz zusammengestellt. Mit Serenaden von Brahms und Tschaikowsky wird am 30. Juni ab 19 Uhr mit Detmolder Professoren und Mitgliedern der Nordwestdeutschen Philharmonie das Festival in der Orangerie eröffnet. Am 2. Juli um 22 Uhr startet die eigens für die Biennale geschaffene intermediale Licht- und Klang-Inszenierung „Der Traum von Akkon“, in dem der Kölner Komponist Rochus Aust den Kreuzzug des Widukind von Rheda unter Kaiser Barbarossa im Schlosspark nachgestaltet. Der Eintritt dazu ist frei. Den Abschluss am 3. Juli gestalten ab 18 Uhr die Sopranistin Melanie Kreuter und Mitglieder der Bielefelder Philharmoniker mit Schumann-Liedern und Mozarts Klarinettenquintett.

Eintrittskarten gibt es unter 0521/51 54 54, das vollständige Programm im Internet unter www.landschafftkultur.de

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