Bistum Münster bereitet Sparkurs vor
Bild: Münsterview/Tronquet
Dem Bistum Münster bereitet der demografische Wandel Sorgen.
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Die Zuwächse werden sich allerdings in den kommenden Jahren nicht fortsetzen. „Finanziell bessere Zeiten werden für das Bistum Münster, soweit wir das überblicken können, nicht mehr kommen“, sagte Ulrich Hörsting, Finanzchef der Diözese. Aufgrund des demografischen Wandels und vieler Kirchenaustritte müsse sich das Bistum in den kommenden zwei Jahrzehnten auf einen Kirchensteuer-Rückgang von über 30 Prozent einstellen.

2015 soll der erwartete Überschuss von 26,7 Millionen Euro daher als weitere Rücklage verwendet werden. An einer „Aufgabendiskussion und Aufgabenreduktion“ komme man nicht vorbei.

Die Kirchensteuer ist an die Lohn- und Einkommensteuer gekoppelt, so dass die Bistümer von der guten Konjunktur und geringen Arbeitslosigkeit profitieren. Das Bistum Münster kalkuliert mit rund 390 Millionen Euro Kirchensteuereinnahmen. Gut die Hälfte des Etats 2015 ist für Kirchengemeinden vorgesehen.

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