Bittere Heimniederlage für Arminia
Wieder nichts: Arminia Bielefeld hat am Freitagabend in der Bielefelder Schüco-Arena eine Niederlage gegen den MSV Duisburg kassiert. Ahmet Engin (82. Minute) erzielte den entscheidenden Treffer für die Gäste. 

Und vor dem Derby am nächsten Freitag in Paderborn wird auch die Lage für Trainer Jeff Saibene immer prekärer.Sportchef Samir Arabi vermied nach dem achten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg ein eindeutiges Bekenntnis zum Cheftrainer, wehrte sich aber gegen die oft branchenüblichen Reflexe. „Mir ist es zu einfach, die aktuelle Situation an einer Person festzumachen. Fakt ist: Wir müssen irgendwas verändern. Das muss aber nicht heißen, dass wir uns vom Trainer trennen“, betonte Arabi, der von der grundsätzlichen Qualität der Mannschaft weiter überzeugt ist: „Nur momentan ist die Truppe meilenweit davon entfernt, ihr eigentliches Niveau zu erreichen. Wir müssen schleunigst herausfinden, woran das liegt.“

 Die Mannschaft steht weiter hinter ihrem Trainer, daran ließ Kapitän Börner keine Zweifel: „Sich jetzt von Jeff zu trennen, wäre der größte Fehler seit ich hier in Bielefeld spiele.“

Arminia stand am Freitag sehr tief, überließ den Gästen weitgehend die Spielführung und lauerte auf Umschaltaktionen. Die Dreierkette mit Behrendt, Börner und Brunner wurde bei Duisburger Ballbesitz zur Fünferkette mit Hartherz (links) und Clauss (rechts). Defensiv wäre die Rechnung beinahe aufgegangen. Duisburg fand kaum Lücken. Doch als nach einem Spiel mit nur wenigen Torszenen vieles auf ein 0:0 hindeutete, schlugen die Gäste doch noch zu. Schnellhardt steckte durch auf Engin, der den Ball am herausstürzenden Ortega vorbei zum 0:1 ins lange Eck schob (82.).

Es war die Entscheidung, weil der Arminia nach durchaus schwungvollem Beginn und Möglichkeiten durch Staude (11., Pfosten) und Börner (34.) im Spiel nach vorne einfach zu wenig einfiel. Es fehlte einmal mehr an Tempo, Präzision und Durchschlagskraft. Keine einzige Torchance in der gesamten zweiten Hälfte mit Ausnahme eines geblockten Staude-Schusses in der 94. Minute – das sagt alles über die derzeitigen Offensivqualitäten der Mannschaft aus. Saibene: „Eine sehr bittere Niederlage, die extrem weh tut.“

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