Blomberger droht Sicherungsverwahrung
Im Fall der Maria H. droht dem Angeklagten  eine lange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Der 58-jährige Mann aus Blomberg war mit der damals 13-Jährigen rund sechs Jahre untergetaucht. Ihm wird Kindesentzug und sexueller Missbrauch in mehr als 100 Fällen vorgeworfen.

Der Mann habe sich der schweren Kindesentziehung schuldig gemacht, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft nach den Plädoyers am Freitag. Zudem habe er das Mädchen in mehr als 100 Fällen sexuell missbraucht. Er soll dafür sieben Jahre und drei Monate ins Gefängnis.

Der Mann war laut Anklage im Mai 2013 mit der damals 13-jährigen Maria aus Freiburg ins Ausland geflüchtet, ohne dass deren Eltern von dem Plan wussten. Bei einer Verurteilung mit Sicherungsverwahrung würde er nach Absitzen der Gefängnisstrafe hinter Gittern bleiben. Das Urteil will das Gericht am 9. Juli verkünden. Die Plädoyers wurden nach Angaben des Landgerichts Freiburg zum Schutz von Persönlichkeitsrechten unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten. Über Details wurde daher nichts bekannt.

 Der Verteidiger des Angeklagten wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Sein Mandant war im Sommer 2018 in Italien festgenommen worden, nachdem kurz zuvor die heute 19 Jahre alte Maria nach Freiburg zurückgekehrt war

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