Bombenverdacht bringt Fahrplan  aus Takt
Bild: bor
Bahnreisende in Ostwestfalen müssen im März mehrfach mit Behinderungen rechnen. Aufgrund eines Verdachts auf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden müssen die Bauarbeiten rund um die Erneuerung dreier Bahnbrücken umgekrempelt werden, wie Ramazan Dogan, Norbert Strathmann und Michael Brehm (v.l., alle Deutsche Bahn) gestern in Bielefeld mitteilten.
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Ersatzweise muss nun die gesamte Oberleitung im Hauptbahnhof neu ausgerichtet werden. Die Folge: Der Bielefelder Hauptbahnhof wird von Freitag, 15. März, 22 Uhr, bis Montag, 18. März, 4 Uhr, komplett für den Schienenverkehr gesperrt.

Schienenersatzverkehr fährt

Die Nahverkehrszüge enden dann bereits in Gütersloh und Herford. Der Verkehrsverband Westfalen-Lippe richtet einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Fernzüge werden umgeleitet und halten nicht in Bielefeld, Gütersloh und Herford. Für die Ausweichrouten über Osnabrück müssen Fahrgäste um 45 Minuten verlängerte Reisezeiten in Kauf nehmen. Bereits gebuchte Fahrkarten werden kostenlos umgebucht oder erstattet.

„Leider nicht zu vermeiden“

 „Die Vollsperrung ist leider nicht zu vermeiden“, sagt Norbert Strathmann (DB Netz AG) gestern bei einem Pressegespräch in Bielefeld. So sollte der Oberleitungsmast eigentlich auf dem Gelände des Bielefelder Stellwerks in den Boden gerammt werden. Da dort aber der Bombenverdachtspunkt liegt, hätte das Gebäude inklusive Kabelschächte zurückgebaut werden müssen, um den Verdacht auszuräumen. „Dies würde den Zugverkehr auf unbestimmte Zeit lahmlegen“, berichtete Strathmann.

Zweite Bauphase beginnt nach Sperrung

Unmittelbar nach der Vollsperrung beginnt am 18. März die zweite Bauphase des 30-Millionen-Euro-Projekts der Brückenerneuerung, die am 11. Oktober 2019 abgeschlossen sein soll. In dem Zeitraum halten Fernzüge bis auf zwei Ausnahmen weder in Gütersloh noch in Herford. Auch diverse Verbindungen im Nahverkehr fahren anders als gewohnt, betroffen sind Deutsche Bahn, Eurobahn und Nordwestbahn. Vorab kommt es auf einigen Linien bereits ab dem 1. März zu geänderten Fahrtzeiten.

Unbedingt informieren

Die Bahn empfiehlt Reisenden, sich auf www.bahn.de über betroffene Verbindungen zu informieren. Dort sind alle Ersatzfahrpläne einzusehen. Eine telefonische Beratung wird unter Tel. 0800/0007711 angeboten.

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