Bottroper Kohle wird nach Berlin geliefert 
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Vor einem Schacht auf der Zeche Prosper Haniel in Bottrop hatten am 21. Dezember 2018 (v. l.) RAG-Vorstandschef Peter Schrimpf, und Reviersteiger Jürgen Jakubeit  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das letzte Stück Steinkohle übergeben. Damit endete der deutsche Steinkohlebergbau. 
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„Steinmeier hat entschieden, dass der Kohlebrocken in seiner Amtszeit in seinem Arbeitszimmer stehen soll“, sagte ein Sprecher des Bundespräsidenten am Wochenende. Zur Übergabe kommen Mitglieder der Grubenwehren und andere Bergleute der RAG-Bergwerke. Anschließend hat der Bundespräsident sie zu einem Mittagessen eingeladen.

Steinmeier hatte den sieben Kilogramm schweren Brocken bereits am letzten Tag des deutschen Steinkohlenbergbaus, am 21. Dezember 2018, in Bottrop aus den Händen eines Bergmanns bekommen. Das Stück wurde anschließend haltbar gemacht. Im Arbeitszimmer des Staatsoberhaupt soll es nun auf einer Stele Platz finden. Die Anbringung einer Plakette sei nicht geplant, sagte der Sprecher weiter. „Nach seiner Amtszeit soll das Kohlestück im Haus der Geschichte in Bonn ausgestellt werden.“

Reviersteiger Jürgen Jakubeit (50) vom Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop hatte Steinmeier das Stück im Rahmen einer bewegenden Abschlussfeier vor einem Förderschacht übergeben. Für die Bergleute sei das „ein Tag der Trauer“, sagte Steinmeier damals. Er hob den Zusammenhalt und die Solidarität unter Tage hervor und sprach von dem Respekt, der den Bergleuten gebühre, die auch für einen Teil des Wohlstandes in Deutschland gearbeitet hätten. Er hoffe, dass dies auch in den revierfernen Regionen nicht vergessen werde, sagte er.

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