CDU sieht nur Nachteile durch Nationalpark
Elmar Brok, Bezirkschef der CDU in Ostwestfalen-Lippe, hat nach einem Besuch im Nationalpark Bayrischer Wald seinen Standpunkt gegen einen Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge klar gemacht.

„Eine stark besiedelte Industrie-Region wie Ostwestfalen-Lippe mit starker Holzwirtschaft und breiter Wertschöpfung hat nur Nachteile durch einen Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge“, sagte Brok am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Schloß Holte-Stukenbrock.

Zum Thema Nationalpark steht am 14. September eine Anhörung im Düsseldorfer Landtag an. Der Vorsitzende des NRW-Umweltausschusses Friedhelm Ortgies MdL (Rahden) appelliert an die rot-grüne Landesregierung, erst danach Beschlüsse zu fassen. Der CDU-Politiker kritisiert den Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne), mit der Einrichtung eines Nationalparkbüros im Herbst Vorentscheidungen zu treffen.

Der Bürgermeister der Senne-Gemeinde Augustdorf, Dr. Andreas Wulf, hält einen Nationalpark Senne für „einen Irrtum“. Touristisch sei er nicht erforderlich, und die gewünschte Wildnis nach der Devise „Natur Natur sein lassen“ werde sich in Jahrzehnten nicht einstellen, lautet seine Überzeugung.

Brok stellt grundsätzlich fest: „Im Naturschutz hat OWL keinen Nachholbedarf. Die umfangreichen Naturschutzgebiete und die wunderbare Kulturlandschaft der Senne mit ihrer durch militärische Nutzung entstandenen Flora und Fauna sind beispielhaft.“

Die CDU-Delegation, die sich jeweils ein halben Tag von Vertretern des ältesten deutschen Nationalparks und von dessen Gegnern informieren ließ, berichtet, dass früher bestehende Sägewerke im dünn besiedelten Bayerischen Wald ohne industrielle Bedeutung fast vollständig wegen Perspektivlosigkeit verschwunden seien. Das noch geschlagene Holz werde in Österreich verarbeitet. Die Besucher kämen zu 80 Prozent heute zu Einrichtungen, „die mit dem Nationalpark selbst wenig zu tun haben“. Brok: „Da sind wir mit Safaripark und Hermannsdenkmal schon weiter.“

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