Camping-Schau zeigt Sehnsucht nach Freiheit
Bild: LWL
Mehr als nur Urlaub: Camping ist für viele Leute Kult. Wie sich dieser in Westfalen entwickelt hat, zeigt eine Ausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, die am Wochenende in Herford eröffnet wird.
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 Die Ausstellung, die Hans Jürgen Zurbrüggen, 2. stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, am 9. Juni um 16.30 Uhr eröffnet, ist bis 4. August im Städtischen Museum/Daniel-Pöppelmann-Haus in Herford zu sehen und wandert danach durch sieben weitere westfälische Museen. Weiter Stationen sind unter anderem das Museum Forum der Völker in Werl (11. August bis 6. Oktober), das Stadtmuseum Brakel (16. Februar bis 20. April 2014) und das Bauernhaus Museum Bielefeld ( 29 Juni bis 24. August 2014).

Mehr als Urlaub machen

„Wer mit Zelt, Wohnwagen oder Reisemobil wegfährt, will nicht einfach Urlaub machen: Camping erfüllt die Sehnsucht nach Freiheit, Licht und Luft“, bringt Ausstellungsmacherin Maleen Knorr vom LWL-Museumsamt für Westfalen das besondere Camping-Gefühl auf den Punkt. In fast jedem Fotoalbum sind sie zu finden: Urlaubsaufnahmen, längst vergessene Schnappschüsse und sorgsam inszenierte Aufnahmen, eingeklebt und akribisch beschriftet. Sie zeugen von den ersten Urlauben im Zelt ohne Eltern, unbeschwerten Ferienlagern, warmen Sommernächten am Lagerfeuer und abenteuerliche Fahrten mit dem Wohnwagen oder Reisemobil. Anhand privater Erinnerungen und verschiedener Objekte gewährt die Ausstellung tiefe Einblicke in alle Facetten dieser populären Reiseform. „Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die persönlichen Geschichten und Erinnerungen der Campingbegeisterten, die in Interviews Rede und Antwort standen“, erklärt Knorr.

Eintauchen in die Camping-Welt

„Es geht darum, in die Lebenswelt der Camper einzutauchen und ihr Alltagsleben kennenzulernen“, so Knorr weiter. Daher ist die Ausstellung nicht chronologisch, sondern thematisch aufgebaut: Nach einer Einführung in die Kulturgeschichte der Campingreisen durchläuft der Besucher ihre verschiedenen Phasen: von der Planung und Vorbereitung des Urlaubs über die Freizeitge-staltung und Essgewohnheiten vor Ort. Argumente für das „Wildcampen“ und das Übernachten auf dem Campingplatz werden präsentiert und die hygienischen Bedingungen des Campingurlaubs beleuchtet. Die Reiseerinnerungen bilden den Abschluss der Urlaubsreise, hier dreht sich alles um Souvenirs wie Reisetagebücher, Fotoalben und Filmaufnahmen. Am Ende der Ausstellung wird noch ein Blick auf die Dauercamper geworfen.

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