Chaoten verwüsten Regionalexpress
Chaoten haben nach dem Fußballspiel von Hannover 96 gegen den Schalke 04 in Gelsenkirchen einen Regionalexpress verwüstet. Der Sachschaden liegt laut Polizei im hohen fünfstelleigen Bereich.

Die Höhe des Schadens liege voraussichtlich "im hohen fünfstelligen Bereich", teilte die Polizei am Sonntag mit. "Hannover 96 muss sich langsam fragen lassen, ob das die Fans sind, auf deren Unterstützung sie weiter zählen wollen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei Hannover: "Das geht langsam nicht mehr weiter." In der Vergangenheit waren 96-Anhänger mehrfach unangenehm aufgefallen.

Schockierend war vor allem das Vorgehen der Randalierer: Laut Polizei übergaben sich die Chaoten im Zug, die Waggons wurden mit Urin und Kot beschmiert. "Die widerlichen Bilder ersparen wir lieber allen", sagte der Sprecher.

Es wurden zudem Deckenverkleidungen eingetreten, Feuerlöscher entleert, Waggons massiv beschmiert und Zigaretten in den Sitzen ausgedrückt. Bereits in Minden war der Zug so demoliert, dass der Triebfahrzeugführer die Weiterfahrt verweigerte. Da dort jedoch kaum Polizeikräfte vorhanden waren, gelang es 30 Chaoten, in die S-Bahn umzusteigen. Sechs Personen stiegen dann in Wunstorf bei Hannover aus, der Rest wurde am Hauptbahnhof in Hannover in Gewahrsam genommen. Ermittelt wird nun wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Landfriedensbruch.

Zuvor war es bereits in Dortmund und Bielefeld zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

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