Co-Pilot brachte Airbus zum Absturz
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Die Ursache für den Absturz des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen scheint geklärt. Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Copilot die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht. Warum - das ist noch nicht geklärt.
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Der Co-Pilot sei zu diesem Zeitpunkt allein im Cockpit gewesen, der Pilot sei aus der Kabine ausgesperrt gewesen, sagte Robin am Donnerstagmittag. „Es sieht so aus, als ob der Co-Pilot das Flugzeug vorsätzlich zum Absturz gebracht und so zerstört hat.“ Hinweise auf einen terroristischen Anschlag gebe es nicht. Die Motive des 28-Jährigen sind unklar.

Mit Bestürzung und Entsetzen haben Germanwings und die Konzernmutter Lufthansa auf den vermutlich vorsätzlich herbeigeführten Absturz des Airbus durch den Copiloten reagiert. „Das macht uns fassungslos“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr. „Nicht in unseren schlimmsten Alpträumen hatten wir uns das verstellen können.“ Der Vorstandschef sprach vom „furchtbarsten Ereignis in unserer Unternehmensgeschichte“.

Zugleich nannte Spohr den Verdacht gegen den 28-Jährigen Copiloten einen „tragischen Einzelfall“. Was ihn zu seiner Tat bewegt habe, sei noch unklar. Auf Fragen, ob es sich um einen Selbstmord des Mannes gehandelt habe, sagte Spohr: „Dazu kann ich nicht mehr sagen, als der französische Staatsanwalt heute gesagt hat.“

Pilot konnte Cockpittür nicht mehr öffnen

Der Pilot hatte demnach kurz zuvor das Cockpit verlassen, um auf die Toilette zu gehen, und das Kommando seinem Kollegen übergeben. Als er zurück ans Steuer wollte, habe er die automatisch verriegelte Kabinentür nicht mehr öffnen können, schilderte der Staatsanwalt. Die plausibelste Deutung gehe dahin, dass der Co-Pilot vorsätzlich verhindert habe, dass die Tür geöffnet werde. Auf Ansprache des Towers habe der Mann nicht reagiert. Ein Notruf sei nicht abgesetzt worden.

Der Stimmenrekorder habe bis zuletzt schweres Atmen aus dem Cockpit aufgezeichnet, gesagt habe der Co-Pilot nichts mehr, erklärte der Staatsanwalt. In den letzten Minuten, bevor der A320 mit 150 Menschen an Bord an einer Felswand zerschellt sei, hätten der ausgesperrte Kapitän und die Crew von außen gegen die Cockpit-Tür gehämmert. „Die Schreie der Passagiere hören wir erst in den letzten Sekunden auf dem Band“, sagten die Ermittler. In den ersten 20 Minuten nach dem Start haben sich Pilot und Co-Pilot demnach ganz normal unterhalten.

Der zweite Flugschreiber sei noch nicht gefunden, sagte Robin weiter. Zuvor hatte er die aus Düsseldorf und Barcelona angereisten Hinterbliebenen der Todesopfer informiert. Die Bergung und Identifizierung der Opfer könne mehrere Wochen dauern.

Der Airbus mit der Flugnummer 4U9525 war am Dienstag auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, als er über Südfrankreich minutenlang an Flughöhe verlor und am Bergmassiv Les Trois Evêchés zerschellte.

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