Dattelner wegen Mordes vor Gericht
Ein 26-jähriger Mann aus Datteln steht in Bochum wegen Mordes an seiner Großmutter vor Gericht.

Nach Erkenntnissen der Rechtsmediziner wurde die 75-Jährige zunächst mit einem Kabel stranguliert, dann wurde die Halsvene durchtrennt. Zum Prozessauftakt hat sich der 26-Jährige noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Hintergrund der Tat war offenbar eine akute paranoide Schizophrenie.

Tatort war die Dattelner Wohnung der 75-Jährigen. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft kam der Angriff völlig überraschend. Zu einer echten Gegenwehr ist es wohl gar nicht mehr gekommen. Der Beschuldigte hatte als Jugendlicher in der Wohnung seiner Großmutter gelebt. „Ich war ihr Lieblingsenkel“, sagte der 26-Jährige im Prozess. Und in der Tat: Die Seniorin hatte ihm später sogar ein Auto finanziert und Benzingeld bezahlt. „Sie hat sich immer um mich gekümmert.“

Nach Erkenntnissen der Ärzte leidet der Dattelner seit einiger Zeit unter Schizophrenie. Auslöser der Krankheit sollen ein massiver Cannabis-Missbrauch und ein Suizidversuch gewesen sein. Der ungelernte Zeitarbeiter hatte versucht, sich mit einem Schlauch zu erhängen.

Vor Gericht gilt der 26-J#ährige als schuldunfähig. Im Prozess geht es deshalb auch nicht um Strafe, sondern um die unbefristete Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie.  

 
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