Demografischer Wandel in Region drastisch
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Die Bevölkerung dünnt aus. Besonders in den Region nimmt bis 2030 der Anteil der Einwohner, die älter als 80 Jahre alt sind drastisch zu. Das besagt die aktuelle Prognose des Landesamtes für Statistik.
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In Coesfeld, Steinfurt und Borken, so die Prognose, wird die Bevölkerung zwar auch schrumpfen, aber mit 2,3 bis 3,6 Prozent weitaus geringer. Dagegen hält die Anzugskraft der Zentralstadt Münster weiter an. Für die ehemalige Provinzialhauptstadt ist ein Bevölkerungsgewinn bis 2030 von 16,8 Prozent vorausberechnet. Leben heute ungefähr gleichviel Menschen in Münster (279.800) wie im Kreis Warendorf (278.100), so wird sich das Verhältnis bis 2030 dramatisch verändern: Dann nämlich werden in Münster 326.900 Personen wohnen, im Kreis Warendorf aber nur noch 265.300.

Anteil der 80-Jährigen legt im Kreis Gütersloh stärker zu

Bekannterweise wird sich auch die Alterspyramide im Kreis Warendorf verändern. Lebten 2011 noch 14.200 Personen mit 80 oder älter im Kreisgebiet, so werden es 2030 demnach 21.500 Menschen in diesem hohen Alter sein. Das ist ein Zuwachs von mehr als 50 Prozent in dieser Altergruppe. Landesweit liegt die Quote bei 41,5 Prozent. Im Kreis Gütersloh ist die Steigerungsrate im Bevölkerungsanteil der älteren Menschen noch erheblicher. Dort lautet die Prognose für den Bevölkerungszuwachs der Einwohner, die älter als 80 Jahre sind, plus 60 Prozent. 

Ein Drittel weniger Jüngere im Kreis Warendorf

Insgesamt werden laut dem Landesamt für Statistik 2030 im Kreis Gütersloh etwa so viele Menschen leben wie 2011. Der prozentuale Anteil der jungen Bewohner wird hingegen drastisch sinken. Das betrifft vor allem die Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren, deren Anteil um rund 25 Prozent sinken wird. Für die 19- bis 25-Jährigen lautet die Vorhersage minus 22,1 Prozent. Im Kreis Warendorf ist der Rückgang in dieser Altersgruppe noch drastischer. Bis 2030 wird es dann dort 30,8 Prozent weniger 19- bis 25-Jährige geben als heute.

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