Deutsche bangen um soziale Sicherheit

Gefragt nach der Leistungsfähigkeit des deutschen Wirtschafts- und Sozialmodells mit Blick auf das Jahr 2020 antworteten 63 Prozent, dass die Zahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung niedriger ausfallen wird. Abgaben und Steuern werden nach Ansicht von 78 Prozent steigen.

Zugleich befürchten die Befragten sinkende Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (61 Prozent) und der Pflegeversicherung (50 Prozent). Um die soziale Sicherheit müsse sich vor allem der Staat kümmern, meinen 93 Prozent. Aber auch jeder Einzelne sei gefordert. Skeptisch beurteilt die Mehrheit auch die Entwicklung des sozialen Zusammenhalts. So glauben 63 Prozent, dass die Einkommensunterschiede größer werden. 51 Prozent fürchten, der soziale Zusammenhalt werde schwächer.

Und 42 Prozent erwarten, dass die individuellen Aufstiegschancen schlechter werden. Deutlich optimistischer sehen die Befragten die wirtschaftliche Entwicklung. 44 Prozent geben an, in zehn Jahren sei es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen besser bestellt als heute; lediglich 19 Prozent glauben das nicht. 38 Prozent erwarten ein stärkeres Wirtschaftswachstum.

Trotz der oft betonten Defizite im deutschen Bildungssystem glauben 41 Prozent an eine größere Leistungsfähigkeit der Schüler im internationalen Vergleich im Jahr 2020; nur 18 Prozent denken, das Leistungsniveau werde sinken. "Bei aller Freude über das große Zutrauen in die Wirtschaftskraft unseres Landes müssen wir erhebliche Anstrengungen unternehmen, dass der soziale Zusammenhalt nicht verloren geht", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Gunter Thielen. Schlüssel seien gute Bildungschancen für alle. # dpa-Notizblock

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