Diagnosezentren entlasten Hausärzte

Um Hausärzte zu entlasten, werden nun auch im Kreis Gütersloh Diagnose- und Behandlungszentren eingerichtet. Dort werden wie hier in Köln beispielsweise die Rachenabstriche für den Test auf das Coronavirus und Blutentnahmen für den möglichen Nachweis von Antikörpern gegen das Coronavirus vorgenommen.

387 Infizierte im Kreis Gütersloh

Nach Angaben des Kreises Gütersloh (Stand 31.3., 12 Uhr) gibt es im Kreis Gütersloh 387 Coronainfektionen (Vortag: 373). Davon gelten derzeit 120 (Vortrag: 115) Personen als genesen und 266 (Vortag: 257) als noch infiziert.

Von diesen 266 Personen befinden sich 244 (Vortag: 232) in häuslicher Quarantäne und nach Angabe der vier Krankenhäuser 22 (Vortag: 28) in stationärer Behandlung. 5 (Vortag: 5) davon werden intensivpflegerisch versorgt. Bisher ist im Kreis Gütersloh ein Todesfall zu verzeichnen.

Die Zahl der Infizierten verteilt sich folgendermaßen auf die Kommunen (Stand 31.3., 12 Uhr): Borgholzhausen (12), Gütersloh (78), Halle (22), Harsewinkel (36), Herzebrock-Clarholz (21), Langenberg (10), Rheda-Wiedenbrück (51), Rietberg (47), Schloß Holte-Stukenbrock (24), Steinhagen (33), Verl (24), Versmold (18) und Werther (11).

In Bielefeld gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums NRW 169 Infizierte (Stand 31.3., 10 Uhr). Die Stadt teilte mit, dass 33 Personen inzwischen als genesen gelten.

Regierungsbezirk Münster

Im Regierungsbezirk Münster sind nach jüngsten Zahlen der Bezirksregierung Münster 2584 Corona-Infektionen gemeldet worden. Gesundet sind nach den offiziellen Zahlen vom Dienstagmorgen 736 Menschen, 17 Personen verstarben.

Die Bezirksregierung veröffentlichte mit Stand Dienstag 17.35 Uhr folgende Fallzahlen:

Kreis Borken: 480 Infektionen, 103 gesundet, 7 verstorben

Kreis Coesfeld: 334 Infektionen, 76 gesundet, 3 verstorben

Kreis Recklinghausen: 385 Infektionen, 118 gesundet, 1 verstorben

Kreis Steinfurt: 430 Infektionen, 142 gesundet, 1 verstorben

Kreis Warendorf: 310 Infektionen, 121 gesundet, 1 verstorben

Stadt Münster (Stand Dienstag, 17.35 Uhr): 487 Infektionen, 150 gesundet, 2 verstorben

310 Infizierte im Kreis Warendorf

Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf meldete am Dienstagnachmittag 310 Infizierte – sieben mehr als 24 Stunden zuvor. Die gute Nachricht: die Zahl der Gesundmeldungen überstieg die Zahl der Neuinfizierungen. Galten am Montag noch 98 Personen als genesen, waren es am Dienstag bereits 121 Personen. Von einer Trendwende zu sprechen, sei aber viel zu früh, hieß es aus der Kreisverwaltung.

Die Infizierten im Kreis Warendorf teilen sich folgendermaßen auf die Städte und Gemeinden auf (Stand 31.3., 16.20 Uhr): Ahlen (20), Beckum (22), Beelen (10), Drensteinfurt (30), Ennigerloh (16), Everswinkel (23), Oelde (54), Ostbevern (5), Sassenberg (11), Sendenhorst (24), Telgte (29), Wadersloh (17) und Warendorf (49).

Neues Diagnose- und Behandlungszentren im Kreis Gütersloh

Wie der Kreis Gütersloh am Montagabend mitteilte, plane die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Unterstützung des Kreises ein Diagnose- und Behandlungszentrum im Carl-Miele-Berufskolleg in Gütersloh. Als weiterer Standort ziehe die KVWL Halle in Betracht.

„Die Einrichtung zentraler Behandlungszentren ist notwendig, um die steigende Anzahl Coronavirus-Patienten adäquat versorgen zu können, da diese Patienten nicht die Haus- und Facharztpraxen aufsuchen sollen. Geplant ist, sie sukzessive flächendeckend in Westfalen-Lippe einzurichten“, verdeutlicht Dr. Hermann Brune, Leiter der Bezirksstelle Bielefeld der KVWL. 

Im Behandlungszentrum schätzt ein Arzt der Mitteilung zufolge – analog zur Versorgung im Notfalldienst – die Schwere der Infektion und den Behandlungsbedarf der Patienten (auch in Bezug auf mögliche Begleiterkrankungen) ein. Er kann Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) ausstellen sowie eine stationäre Einweisung festlegen.

Um einen geordneten Ablauf und um ausreichend große Abstände zwischen Patienten zur Vermeidung von Ansteckungen zu gewährleisten, sollen Patienten erst nach telefonischer Kontaktaufnahme mit einem Hausarzt oder einem Krankenhaus kurzfristig Termine angeboten werden. Wann genau das Zentrum in Betrieb genommen wird, teilte der Kreis Gütersloh noch nicht mit.

Abstrichstellen im Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf gibt es bereits eine Abstrichstelle in Beckum, um die Hausärzte in der Region zu entlasten. Der Krisenstab plant, in Telgte eine weitere Abstrichstelle im Kreis einzurichten. Zudem ist in der ehemaligen Regenbogen-Schule in Beckum eine Quarantäne-Station eingerichtet worden. Für Notfälle stehen dort Krisenstabsleiterin Petra Schreier zufolge 44 Betten bereit.

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