Doping hat das Alltagsleben erreicht
Zu dick, zu unkonzentriert, zu müde? Für alles gibt es die richtige Pille. Doping ist nicht mehr auf Leistungssport beschränkt, sondern  beeinflusst zunehmend auch das Alltagsleben der Menschen. Ein Grund ist die Leistungsgesellschaft und das Streben nach der perfekten Persönlichkeit, sagt Sportwissenschaftlerin Johanna Schirm.
„Ein Beispiel ist das heutige Schönheitsideal: Man muss einen guten, fitten und muskulösen Körper haben und Falten sind tabu, auch wenn man schon auf die 40 zugeht“, sagt Schirm, die am Mittwoch als Expertin beim 8. Nordrhein-Westfälischen Kooperationstag „Sucht und Drogen“ in Münster auftritt. Die Medien würden auf ihren Titelseiten verfälschte Vorbilder schaffen. Um diesem Wunschbild zu entsprechen, würden die Menschen zu Hilfsmitteln greifen. Ein Interview mit Johanna Schirm ist in der Donnerstag-Ausgabe der „Glocke“ zu lesen.

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