Dortmund schafft Straßenstrich ab
Unerwünscht: Dortmund schafft den Straßenstrich ab.

Damit darf keine Prostituierte mehr ihre Dienste auf der Straße anbieten. Die Verordnung tritt am 15. Mai in Kraft - einen Tag nach der Meisterfeier von Borussia Dortmund.

Kriminalität steigt rund um den Strich an

Der Strich war zuletzt auf eine Nordstadt-Straße beschränkt, strahlte aber in umliegende Stadtgebiete aus - ein Anstieg der Kriminalität war die Folge. Den Ausstieg aus der Straßenprostitution hatte der Rat der Stadt gefordert.

Anderen Großstädten droht jetzt ein Zustrom aus Dortmund. Prostituierte hatten angekündigt, nach Köln oder Essen abzuwandern. In Dortmund selbst könnte dagegen die illegale Straßenprostitution um sich greifen.

Als Grund für die Ausweitung des Sperrbezirks nennt die Kommunalaufsicht die nicht mehr hinzunehmenden Zustände in der Nordstadt. „Der Jugendschutz und der öffentliche Anstand sind nicht mehr zu gewährleisten“, sagte Regierungspräsident Gerd Bollermann. In keiner anderen Stadt liege die Straßenprostitution so nah an Wohngebieten. Es gebe auch keinen anderen Platz mit besseren Möglichkeiten.

Seit der EU-Osterweiterung war die Zahl der Prostituierten von 60 auf 700 gestiegen. Viele von ihnen kommen aus Bulgarien.

SOCIAL BOOKMARKS