Dortmunder Flughafen verringert Verlust
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Der Flughafen in Dortmund hat 2012 ein um eine Million Euro geringeres Defizit erwirtschaftet als im Vorjahr (19,5 Millionen Euro).
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Der Flughafen-Geschäftsführer Markus Bunk hatte das vorläufige Geschäftergebnis am Freitag in einer Aufsichtsratssitzung präsentiert. „Wir sind erleichtert, trotz der aktuell widrigen Umstände im Luftverkehr erneut unser Geschäftsergebnis optimiert zu haben“, sagte Bunk. Dass die Fluggesellschaften Air Berlin und Easy Jet weggegangen sind, sei nicht spurlos am Dortmund Airport vorbei gegangen, hieß es.

Trotzdem verzeichnete der Flughafen im Jahr 2012 1,9 Millionen Passagiere - ein Wachstum von 4,4 Prozent. Im Jahr zuvor waren 1,8 Millionen Fluggäste verzeichnet worden.

Schwierig, überhaupt Gewinne einzufahren

Doch die verhältnismäßig guten Passagierzahlen in Dortmund sind kein Anlass den Blick in die Zukunft des Flughafens positiv ausfallen zu lassen: Als Regionalflughafen überhaupt noch Gewinne einzufahren, werde auch in Zukunft schwierig, sagte der Pressesprecher des Dortmunder Flughafens, Sebastian Scheske auf Anfrage der „Glocke“.

So kämpfe der Flughafen in Zeiten eines strengen Sparprogramms auch mit der Diskussion um die Erweiterung der Betriebszeit um eine Stunde in der Nacht. Derzeit ist diese von 6 bis 22 Uhr. Die Stunde mehr am Abend brächte unter Umständen einige Fluggesellschaften dazu, am Flughafen Stationen zu errichten und somit Standgebühren zu zahlen. Durch eine Betriebszeit bis 23 Uhr und eine solche Stationierung könnte eine Airline mehr Flüge abzufertigen, erklärte Scheske.

„Wir können diesen Kraftakt nur schaffen, wenn die Bezirksregierung in Münster Chancengleichheit verschafft“, hatte Geschäftsführer Bunk darüber bei der Aufsichtsratssitzung gesagt. Die Entscheidung der Behörden soll im Sommer dieses Jahres fallen.

Um das Defizit weiter zu verkleinern, spare man seit Jahren, sagte Scheske - zum Beispiel auch an baulichen Erweiterungen. Eine neue Einnahmequelle erhofft sich der Flughafen durch die Vermietung von bisher leer stehenden Büroflächen. „Von unseren etwa 11.000 Quadratmetern Bürofläche stehen etwa 20 Prozent leer“, sagte Flughafensprecher Scheske. Das sei eine Entwicklung, die vornehmlich mit dem Abzug der Eurowings vor im Jahr 2010 zusammen hänge.

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