Dortmunder ermitteln in 18 NS-Verfahren
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Der Prozess gegen John Demjanjuk ist nach Einschätzung der Dortmunder Staatsanwaltschaft nicht der letzte NS-Prozess. Die Zentralstelle für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen bearbeitet noch 18 Ermittlungsverfahren.
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„So lange es theoretisch noch möglich ist, dass wir jemand auf die Anklagebank setzen, und das können wir ja noch mit 90, 95 machen, kann ich nie ausschließen, dass noch weitere große Prozesse anhängig sein werden. Auch in Nordrhein-Westfalen nicht", sagte Brendel.

In einem der letzten NS-Verbrecherprozesse ist der frühere KZ-Wachmann John Demjanjuk heute zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Münchner Landgericht sprach den 91-Jährigen der Beihilfe zum Mord an mindestens 28 060 Juden im Jahr 1943 im Vernichtungslager Sobibor schuldig.

66 Jahre nach dem Ende des Nazi-Terrors sind zwar die meisten Täter - wie auch die Zeugen in möglichen Prozessen - gestorben. Aber 18 Ermittlungsverfahren liegen derzeit in Dortmund noch an. „Es ist ja so, dass wir schon in früheren Jahren, in den 2000ern und auch in den 90er-Jahren, glaubten, wir finden keinen NS-Täter mehr, den wir anklagen können“, sagte Brendel. Trotzdem sei es allein in den letzten zwei Jahren zu Anklageerhebungen in Bonn, Aachen und Duisburg gekommen.

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