Dortmunder sind deutsche Breakdance-Meister
Ein Mitglied der Breakdance Gruppe "King Size" aus Saarbrücken tanzt am Samstag in Hannover bei der Deutschen Breakdance Meisterschaft. Beim "Battle of the Year" treten neun Crews gegeneinander an.

Der Titelverteidiger „Flowjob-BAM“ wurde Zweiter. Mehr als 1000 begeisterte Zuschauer verfolgten den spektakulären Wettstreit. Die Sieger werden Deutschland bei der Weltmeisterschaft am 19. November im französischen Montpellier vertreten. Dort tanzen die 20 weltweit besten Teams gegeneinander. Erwartet werden rund 12 000 Zuschauer.

Bei den Vorbereitungen der Sieger-Crew ging nicht alles glatt: „Wir haben hart trainiert und viel Pech gehabt - mehrere Mitglieder haben sich verletzt“, berichtete Big Toni von „Reckless Brunch“. Zwei Wochen vor der Veranstaltung brach sich einer der Tänzer - im Breakdance-Jargon B-Boy genannt - den Arm, die Gruppe brauchte kurzfristig einen Ersatzmann. Doch auch davon ließen sich die Breakdancer aus Dortmund nicht stoppen und ertanzten sich den Sieg.

Jury hochkarätig besetzt

Mit dem weltbesten B-Boy „Hong 10“ aus Korea und dem Spitzentänzer „El Nino“ aus den USA war die Jury hochkarätig besetzt. Die Juroren bewerten verschiedene Level: Dazu gehören Footworks, Floorrocks, Powermoves sowie Toprocks und Uprocks - also Fußarbeit, Tanzfiguren am Boden, Akrobatik oder auch die Tanzbewegungen im Stehen. „Wir achten darauf, wie gut das Level ist, wichtig sind aber auch die Choreographie, das Charisma sowie das Konzept der Crew“, erklärt Juror Marc „Speedy“ Robitzky. Und wie gut Choreographie und Musik zusammenpassen.

Der erste Wettbewerb „Battle of the Year“ startete 1990 in Hannover - damals gab es nur einen einzigen internationalen Wettkampf mit rund 500 Zuschauern. „Mitte der 90er Jahre kam die Trennung, in mehreren Ländern starteten nationale Wettstreits und es gab einen internationalen Battle“, erklärt Mitbegründer Thomas Hergenröther. Anfang 2000 sei das Ganze dann regelrecht explodiert, die Szene war im Aufwind. Heute gibt es nationale Meisterschaften in mehr als 25 Ländern.

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