Dr. Oetker bleibt solide wie eh und je
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Richard Oetker präsentiert am Dienstag die Geschäftszahlen der Dr. Oetker GmbH.
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Am Dienstag will Richard Oetker eineinviertel Jahre nach Amtsantritt  vor die Presse treten und Geschäftszahlen präsentieren. Es geht zunächst um die Zahlen der Dr. Oetker GmbH, also Pizza, Pudding, Desserts und Backmischungen für den Privatkunden.

Vor einem Jahr hatte Richard Oetker einen Geschäftsbericht vorgestellt, den noch sein Vorgänger und Bruder August zu verantworten hatte. Jetzt folgt der erste Bericht, der ganz auf Richard Oetkers Arbeit zurückgeht. Im April 2010 hatte Richard Oetker den Einstieg in das Tiefkühl-Pizzageschäft in Afrika verkündet. Passend zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft wurde damals der südafrikanische Marktführer aufgekauft. Ende 2010 trennte sich Oetker vom Joghurtgeschäft. Die Schweizer Emmi-Gruppe übernahm die Markenrechte, das Oetker-Werk in Moers soll aber die Produkte weiterhin herstellen.

 Anfang April wird auch die Übernahme des australischen Pizza-Herstellers Simplot wirksam. Simplot ist die Nr. 2 auf dem Tiefkühlpizza-Markt in Australien und Neuseeland. Damit hat Dr. Oetker wie angekündigt auf allen fünf Kontinenten Fuß gefasst.

Einstieg in Fertigkuchen-Geschäft

Zuletzt wurde bekannt, dass Dr. Oetker erstmals in das Geschäft mit den Fertigkuchen einsteigen will. Ab Mai bekommen Platzhirsche wie Kuchenmeister in Soest und Bahlsen in Hannover Konkurrenz aus Bielefeld.

Eine Altlast ist offenbar das Verfahren des Kartellamts gegen die Konsumgüterhersteller Kraft Foods Deutschland, Unilever Deutschland und eben Dr. Oetker. Insgesamt 38 Millionen Euro sollen die Unternehmen zahlen, weil sie nach Überzeugung des Kartellamts über Jahre Informationen über geplante Preiserhöhungen und zu Verhandlungen mit Einzelhändlern ausgetauscht haben. Oetker schweigt dazu, will die Strafe aber zahlen.

 Der 60-jährige Oetker will bis zur firmeninternen Altersgrenze von 65 an der Spitze der Gruppe bleiben. Das Amt sei keine Last, sagte er kürzlich in einem seiner seltenen Interviews. Es mache ihm Freude, so vielen Menschen Arbeit und Einkommen zu geben.

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