Druckluftspezialist Boge investiert in Sachsen
Unser Bild zeigt (v. l.) Thomas Krüger (Wirtschaftsförderung Sachsen), Thorsten Meier (Geschäftsführer Boge), Wolf D. Meier-Scheuven (Geschäftsführender Gesellschafter Boge), Burkhard Müller (Oberbügermeister Großenhain) und Bernd Thronicke (Stadtverwaltung Großenhain) bei einer Pressekonferenz am Montag.

Weil für ein Wachstum dieser Größenordnung die Fläche am Stammsitz Bielefeld-Jöllenbeck nicht mehr ausreiche, werde es künftig einen weiteren deutschen Fertigungsstandort in Großenhain/Sachsen geben. „Uns wurde klar, dass wir ohne eine Erweiterung der Fertigungsfläche nicht auskommen würden. Daher haben wir begonnen, uns zu informieren – Deutschland als Produktionsland stand dabei aber nie in Frage. Sachsen erscheint uns besonders attraktiv“, erläuterte Wolf D. Meier-Scheuven, Geschäftsführender Gesellschafter von Boge, die Entscheidung für den neuen Standort.

Thorsten Meier, ebenfalls Geschäftsführer, ergänzte: „Sachsen liegt in der Mitte Europas. Mit unserem neuen Fertigungsstandort sind wir näher an den Kunden in den östlichen Bundesländern und ganz Osteuropa.“

25 neue Arbeitsplätze nach erstem Bauabschnitt

Auf dem etwa 30 000 Quadratmeter großen Grundstück in Großenhain

Die Boge Kompressoren - Otto Boge GmbH & Co. KG gehört mit einer Erfahrung von mehr als 100 Jahren

zu den ältesten Herstellern von Kompressoren und Druckluftsystemen in Deutschland. Sie ist einer der Marktführer und beschäftigt insgesamt 600 Mitarbeiter, davon 400 am Stammsitz Bielefeld.

werde in einem ersten Bauabschnitt bis 2013 eine Fertigungshalle mit mehr als 5000 Quadratmetern Fläche entstehen. Die Investitionssumme für den ersten Bauabschnitt belaufe sich nach vorläufiger Planung auf 12,5 Millionen Euro. Es entstünden im ersten Schritt mindestens 25 neue Arbeitsplätze. Vorgesehen ist, den neuen Standort innerhalb der kommenden Jahre schrittweise zu erweitern. „Langfristig sind Gesamtinvestitionen von über 20 Millionen Euro sowie der Aufbau von mehr als 60 Arbeitsplätzen in Großenhain geplant“, sagte Meier.

Zuletzt seien 2009 in Bielefeld zehn Millionen Euro für die Erweiterung der Montage- und Logistikfläche investiert worden, hieß es weiter. 

Standort Bielefeld wird nicht infrage gestellt

Der Standort Bielefeld werde durch die Neuinvestition nicht infrage gestellt. Es sei nicht geplant, die bestehende Produktion zu verlagern. „Mit der Entscheidung für Sachsen sichern wir auch den Standort Bielefeld weiter ab. Die Rahmenbedingungen am neuen Standort helfen, unsere Kostenstruktur auf einem gesunden Niveau zu halten“, erklärte Meier.

Großenhain im Landkreis Meißen liegt vor den Toren der Landeshauptstadt Dresden und in der Nähe von Wirtschaftsstandorten wie Berlin, Leipzig oder Prag.

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