Dürre führt zu 100 Waldbränden in NRW
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In Straelen am Niederrhein gab es den bislang größten Waldbrand in NRW in diesem Jahr.
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2017 hatte es in den Wäldern des Landes im Juni, Juli und August zusammen lediglich 19 Brände gegeben. Das geht aus der Waldbrandstatistik des Bundesministeriums für Landwirtschaft hervor.

Besonders der Niederrhein, die Rureifel und Teile des Münsterlands und Ruhrgebiets seien laut Blaschke betroffen. Die meisten Brände seien sehr klein gewesen, sagte der Experte. Der Dank gelte den Feuerwehrkräften, die stets schnell vor Ort waren, um eine Ausbreitung zu verhindern. Der größte Brand hatte in Straelen am Niederrhein gewütet. Dort hatten am Wochenende rund 120 Feuerwehrleute aus Deutschland und den Niederlanden das Feuer auf einer Waldfläche von mindestens 300 mal 200 Metern bekämpft.

In fast allen Fällen ist der Mensch Ursache eines Brandes

Forstleuten zufolge gebe es einen Zusammenhang zwischen Naherholungsorten mit vielen Spaziergängern und Waldbränden. 95 Prozent aller Brände seien nicht natürlich, erklärte Blaschke. Weggeworfene Zigaretten, Glasflaschen, Grillkohle, Lagerfeuer in Waldnähe oder parkende Autos auf trockenem Gras seien nur Beispiele. „Das klingt banal, weil man es so oft sagt, aber das sind immer noch die Hauptgründe“ sagte Blaschke.

Doch auch Brandstifter seien laut Polizei für so manchen langwierigen Feuerwehreinsatz verantwortlich: So gehen die Ermittler in Altena im Sauerland, in Bochum, in Vreden im westlichen Münsterland und im lippischen Augustdorf nach kleineren und größeren Bränden jeweils von Brandstiftung aus. Auch hinter dem verheerenden Feuer in Straelen vermutet die Polizei einen Zündler. Acht Mal hatte es dort binnen weniger Wochen gebrannt. Das könne kein Zufall sein, so die Ermittler. Auch nach dem Gewitterregen am Donnerstag sei die Waldbrandgefahr weiterhin hoch. Damit der trockene Waldboden wieder Wasser aufnehmen könne, müsse es drei Wochen am Stück regelmäßig regnen, so Blaschke.

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