EHEC-Erreger in Warendorf, Tote im Norden 
Eine Infektion mit EHEC-Keimen kann zu Nierenversagen führen. 

Die in Warendorf erkrankte Frau konnte die Klinik bereits wieder verlassen. Die Erkrankung habe bei der Patientin einen milden Verlauf genommen, informierte ein Sprecher des Warendorfer Josephshospitals. Ein weiterer Patient werde zurzeit im Warendorfer Krankenhaus behandelt. Der Erkrankte sei in einer Isolierung untergebracht. Ob er sich mit dem gefährlichen Darmkeim angesteckt hat, ist bisher noch nicht bekannt. Die Laborwerte werden jedoch am frühen Nachmittag erwartet.

In der Uniklinik Münster wird ein Patient behandelt, bei dem am Montag der EHEC-Erreger nachgewiesen wurde. „Dem Patient geht es den Umständen entsprechend gut“, sagte Uniklinik-Sprecherin Judith Becker auf Anfrage der „Glocke“. Bei drei weiteren Patienten besteht der Verdacht, mit dem gefährlichen Erreger infiziert zu sein. Am Dienstag sollen die Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Fünf Frauen im Kreis Paderborn erkrankt

Im Kreis Paderborn handele es sich um fünf Frauen und einen Mann im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. „Ihr Zustand ist ernst", hieß es. Bei zwei Patientinnen seien die EHEC-Bakterien nachgewiesen worden. Das Gesundheitsamt des Kreises gehe davon aus, dass auch bei den anderen vier Patienten die Erreger nachgewiesen werden können. Die aufwendigen Tests liefen derzeit. Kreissprecherin Michaela Pitz sagte, alle Patienten seien seit der vergangenen Woche im Krankenhaus. Sie stammten aus unterschiedlichen Orten des Kreises. Das Durchfall-Bakterium breitet sich schnell aus und ruft schwere Krankheitsfälle mit Nierenleiden hervor.

Tote in Bremen, Stormarn und Diepholz

In einer Bremer Klinik ist der Nacht zum Dienstag eine junge Frau mit Verdacht auf den gefährlichen Durchfall-Erreger EHEC gestorben. Die Patientin habe Symptome der Infektion gehabt, allerdings sei der Erreger im Labor noch nicht nachgewiesen worden. Dies teilte die Gesundheitsbehörde mit.  Eine an dem Erreger erkrankte 83-jährige Frau ist im Kreis Diepholz gestorben. Auch das Leben einer 80 Jahre alte Frau im Kreis Stormarn (Schleswig-Holstein) konnte nicht mehr gerettet werden.

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