Effenberg versäumt Trainer-Fortbildung
Paderborns Trainer Stefan Effenberg wird eine verpflichtende, von ihm versäumte Trainer-Fortbildung im März nachholen. Das teilte Vereinssprecher Matthias Hack am Dienstag in der Domstadt mit.

Effenberg hatte den Termin nicht wahrgenommen, weil er Mitte Oktober sein Amt als Chefcoach bei den abstiegsbedrohten Ostwestfalen angetreten hatte. „Wir hatten eine vergleichsweise prekäre Situation. Es ist logisch, dass er sich da voll und ganz in die Aufgabe reingekniet hat und keine Zeit für die Fortbildung hatte“, erklärte Vereinssprecher Matthias Hack.

Der 47-jährige Effenberg werde aber die Fortbildung nachholen. „Wir haben uns mit dem DFB und der DFL abgestimmt, dass er im März drei entsprechende Veranstaltungen besuchen wird“, sagte Hack. Effenberg hatte die Fußballlehrerlizenz im März 2012 erworben. Nach der Ausbildungsordnung des Deutschen Fußball-Bundes wird von seinen Trainern auf höchstem Niveau verlangt, dass sie innerhalb von drei Jahren 20 Lerneinheiten an Fortbildungen nachweisen müssen.

Kommt gegen Karlsruhe die Wende?

Effenbergs Optimismus im Abstiegskampf tut das keinen Abbruch. „Wenn wir so weiterspielen und zusammenhalten, werden die Punkte kommen“, sagte der Übungsleiter vor dem Auswärtsspiel an diesem Dienstag in Karlsruhe (17.30 Uhr/Sky).

Absturz in die 3. Liga – oder doch der Klassenerhalt? Seit elf Spielen hat der SCP in der 2. Fußball-Bundesliga nicht mehr gewonnen, ist auf den zweitletzten Platz zurückgefallen. Um den sechs Punkte entfernten Rang 15 (Fortuna Düsseldorf) zu erreichen, muss eine Serie her.

„Am Ende der Saison werden wir über dem Strich stehen“, kündigte Linksverteidiger Florian Hartherz an. Mit der neuen Defensivtaktik sieht sich Paderborn auf dem richtigen Weg. Auf die harsche Kritik von Ralf Rangnick nach dem 1:0-Sieg des Spitzenreiters am Freitag beim SCP reagierten die Verantwortlichen zumindest äußerlich gelassen. Leipzigs Trainer hatte Paderborns Spielweise belächelt: „Es war wirklich Manndeckung, wie ich das zuletzt vor 30 Jahren erlebt habe. Das ist legitim, aber ich bin froh, dass dieser Anti-Fußball nicht noch mit einem Punkt belohnt worden ist.“

Effenbergs Konter: „Jeder hat gesehen, dass es anders war. Ich kann die Aussagen einfach nicht für voll nehmen. Wir haben gezeigt, wie man gegen Leipzig spielen sollte.“

Auch SCP-Präsident Wilfried Finke wies Rangnicks Kritik zurück: „Das strotzt vor Überheblichkeit. Er soll sich um seine Mannschaft kümmern, nicht um die Spielweise des Gegners. Wir waren taktisch besser eingestellt und das bessere Team.“

SOCIAL BOOKMARKS