Ehrenamtler will Freispruch erster Klasse
Bild: Wegener
Das Urteil des Amtsgerichts Detmold gegen einen Ehrenamtler nach einem Unfall bei einem Jugendfußballturnier hat in der Sportszene für Empörung gesorgt. Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht will der Verurteilte nun einen Freispruch erreichen. Das Archivbild zeigt Nachwuchsfußballer aus Vellern und Liesborn bei einem Hallenturnier.
Bild: Wegener

 Das Verfahren gegen den 44 Jahre alten Ehrenamtler hatte Aufsehen erregt und scharfe Proteste von Sportvereinen und Verbänden ausgelöst. Durch Urteil des Amtsgerichts Detmold vom 21. Januar 2015 war der Angeklagte wegen fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen und deshalb verwarnt worden. Das Urteil umfasst auch eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 50 Euro. Das Amtsgericht sah es nach der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass der Angeklagte in seiner Funktion als Jugendvorstand bei dem Jugendfußballturnier in einer Sporthalle in Augustdorf, das er gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern organisiert hatte, die ihm obliegenden Sorgfaltspflichten vorwerfbar verletzt habe. Als Folge dessen sei der damals einjähriges Kind im Rahmen des Turniers durch ein umfallendes Tor schwer am Kopf verletzt worden. Gegen das erstinstanzliche Urteil haben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte Berufung eingelegt. Die Staatsanwaltschaft setzt sich für die Aufhebung des Strafvorbehalts ein, der Angeklagte fordert seinen Freispruch.

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