Ein Paradies für Bielefelds Skaterszene
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Bielefeld macht der heimlichen Skater-Hauptstadt Münster ab sofort Konkurrenz: Auf dem Kesselbrink  ist eine der größten innerstädtischen Skateranlagen Deutschlands entstanden.
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Während der rund einjährigen Bauzeit musste sich die Skaterszene in Bielefeld mit Treppen und Bordsteinen zufrieden geben, jetzt bieten sich großartige Möglichkeiten: Halfpipe, BMX-Areal und Rampen auf der Fläche, die vier Handballfeldern entspricht, hat Ingo Naschold aus Detmold entworfen. Er ist in der Szene deutschlandweit als Planer bekannt. Der Park bietet einen Holz und einen Beton-Parcour – sowie eine Half-Pipe. Sie ist 4,30 hoch. Die Half-Pipe sorgte bei der Bauabnahme vor ein paar Wochen für Probleme, doch die sind mit der Eröffnung nun vergessen. Der Skate-Park hat rund 700 000 Euro gekostet.

Ein Traum wird wahr

Seit über 20 Jahren ist die Geschichte des Kesselbrinks eng mit dem Rollsport verbunden. Ab Mitte der 60er Jahre lediglich als Parkmöglichkeit und Busbahnhof genutzt, wurde bereits Anfang der 90er Jahre ein Teil des Kesselbrinks zu einem etwa 1000 Quadratmeter großen Skatepark umgewandelt. Die zu Beginn sehr spärlich bestückte Anlage wurde anschließend an den TSVE 1890 Bielefeld e.V. verpachtet und fortan von der Bike- und Skateabteilung des Vereins betreut sowie sukzessiv erweitert. Mehrfache deutsche Meister haben den Kesselbrink schon befahren und so wundert es nicht, dass diese gut gewachsene, lokale Szene, auch dank einer starken politischen Lobby auf ihrer Seite, von Anfang an in die Planung zum Großumbau einbezogen wurde.

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