Einsatzkräfte für den Notfall gerüstet
Bild: Reinkemeier
Zweieinhalb Minuten nach der Alarmierung war die Flughafen-Feuerwehr am Samstag am Einsatzort. Das Szenario der Katastrophenübung: Zwei Kleinflugzeuge sind beim Landeanflug am Airport Lippstadt/Paderborn über dem Rollfeld zusammengestoßen und abgestürzt.
Bild: Reinkemeier

 Die ATR 42 und die Cessna 152 brachen auseinander und fingen sofort Feuer. 21 Passagiere und drei Crewmitglieder mussten gerettet werden.

Dass ein solches Schreckensszenario aber nicht auszuschließen ist, zeigt sich eine gute Stunde vor Übungsbeginn. Zu dieser Zeit flimmern Bilder vom Absturz der russischen Maschine in Ägypten über die Monitore im Kontrollzentrum.

Als um 10 Uhr in Büren der Alarm ausgelöst wird, dienen ein oranger Übungscontainer und ein mit Rauch erfüllter Flughafenbus als auseinandergebrochenes Flugzeug auf dem Rollfeld. An mehreren Stellen werden Feuerstellen gelegt. Dunkle, große Rauchwolken steigen in den Himmel. Lodernde Flammen versetzen das Rollfeld in ein Schreckensszenario. Im angrenzenden Wald steigt ebenfalls Rauch auf – hier soll die Cesna zerschellt sein. Genau zweieinhalb Minuten dauert es, bis die Flughafenfeuerwehr – insgesamt 60-Mann stark – eintrifft. „Die Zeit passt“, sagt deren Leiter Dirk Nölting und ist sichtlich zufrieden. „Drei Minuten haben wir nach Alarmauslösung Zeit, um die Einsatzstelle auf dem Areal zu erreichen und um die Hälfte des Löschwassers schon genutzt zu haben. Das hat heute bestens geklappt.“ Die Mannschaft der Flughafenretter hätte zwar von der Übung gewusst, befand sich aber im Regeldienst auf dem Gelände. Die Flughafenfeuerwehr beginnt mit der Kühlung der „Wrackteile“. In Sekundenschnelle strömen tausende Liter Wasser aus den Löschfahrzeugen auf die Unglücksstelle. „Wir sorgen zunächst für eine überlebensfähige Situation der Personen im Inneren. Das heißt wir löschen, kühlen und versuchen, die Rauchentwicklung zu stoppen“, erklärt der 60-Jährige. Um die Rettung der Verletzten kümmern sich ein Atemschutztrupp der Flughafenfeuerwehr und die örtlichen freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung. Die Feuerwehr Büren trifft als erste ein und übernimmt die Bergung der Opfer. (ausführlicher Bericht in der Montagausgabe der „Glocke“).

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