Elf Revisionsanträge zu Auschwitz-Urteil
Nach dem Urteil gegen Reinhold H. sind bis Montag elf Revisionsanträge beim Landgericht Detmold eingegangen.

So wollen die beiden Verteidiger gegen die Verurteilung des 94-Jährigen zu fünf Jahren Haft vorgehen. Auch neun der insgesamt 19 Nebenkläger-Anwälte wollen eine Überprüfung des Urteils erreichen, wie das Gericht am Montag mitteilte. Sie halten den ehemaligen SS-Wachmann der Mittäterschaft für schuldig, nicht nur der bloßen Beihilfe. Bis Freitag mussten die Revisionsanträge beim Landgericht eingehen.

Andere Nebenkläger und die Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel - auch in der Hoffnung auf ein schnell rechtskräftig werdendes Urteil.

Bis Mitte August haben die Richter nun Zeit, das Urteil schriftlich zu begründen. Erst wenn diese Begründung vorliegt, müssen Verteidiger rund Nebenklage-Anwälte erklären, warum sie das Urteil anfechten wollen. So lange das Urteil nicht rechtskräftig ist, bleibt Reinhold H. auf freiem Fuß. Auch über die Frage der Haftfähigkeit muss dann erst später entschieden werden.

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