Empörung über Aldi-Pläne für Milchpreise
Bild: WLV
Der Discounter Aldi will die Einkaufspreise für Milch senken. Das empört die Milchviehbetriebe - auch in Westfalen-Lippe. Bild: WLV
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Wilhelm Brüggemeier, Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV), sagte kurz vor den anstehenden Verhandlungsrunden mit Aldi: „Für Dumpingpreise arbeiten wir nicht. Unsere Milch ist mehr wert. Wir fordern Aldi auf, höhere Abgabepreise für Milchprodukte zu akzeptieren und nicht zu torpedieren.“ Die angekündigte Verhandlungsführung des Marktriesen missachte Wettbewerbsregeln und sei Ausdruck fehlender Wertschätzung gegenüber den Milchviehbetrieben. 

Halbjährlich werden die Preise für die weiße Linie zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel verhandelt, um eine Einigung für den Einkaufspreis zu erzielen. Der Einkaufspreis wird den Molkereien für ihre Milchprodukte für die folgenden sechs Monate gezahlt. Auf Grundlage der verhandelten Preise schließen die Molkereien mit den Milchviehhaltern die Abnahmeverträge ab.

Laut WLV lag der Milchpreis mit 33,6 Cent pro Kilogramm im Januar bereits auf einem sehr niedrigen Niveau. Angespannt ist die Lage dem Verband zufolge zusätzlich durch die Trockenheit der vergangenen Jahre, durch die die Kosten für Viehfutter deutlich gestiegen sind.

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