Entschärfung läuft problemlos
Foto: dpa
Feuerwerkerin Barbara Bremmer zeigt neben Markus Lewe (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Münster, die Zünder von zwei entschärften Weltkriegsbomben.
Foto: dpa

Viele haben einfach einen schönen Sonntagsausflug gemacht, andere waren genervt: 16 000 Menschen in Münster haben am Sonntag wegen zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg ihre Häuser verlassen müssen. Ab 8 Uhr klingelte die Feuerwehr bei einer Wohnung nach der anderen und forderte die Menschen auf, das Gebiet im Stadtteil Mauritz zu verlassen. Die Aktion war von langer Hand vorbereitet. "Es ist eine der größten Evakuierungsmaßnahmen in der bundesdeutschen Geschichte", sagte Oberbürgermeister Markus Lewe am Sonntagmorgen.

Drei Stellen ausgemacht

Fachleute hatten im Vorfeld drei Stellen ausgemacht, an denen noch gefährliche Blindgänger liegen könnten. An einer Stelle fanden sie schließlich nur ungefährliche Metallteile. An den beiden anderen Stellen lagen eine 125 und eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe. Die Entschärfer mussten anrücken.

Feuerwehr, Polizei, Rettungskräfte, Technisches Hilfswerk: Rund 1000 Einsatzkräfte seien unterwegs gewesen, damit die Evakuierung sicher und geordnet ablaufe. Einige Menschen hätten sich zunächst geweigert, den Anordnungen Folge zu leisten und den Bereich zu verlassen. Im Großen und Ganzen sei aber alles reibungslos gelaufen, teilte die Stadt mit. Die Polizei überwachte das Gebiet mit einem Hubschrauber. Auch eine Drohne war zur Kontrolle der Evakuierung im Einsatz.

Mehrere Notunterkünfte waren eingerichtet. Zum Schutz der Bevölkerung waren zudem mit Wasser befüllte Hochseecontainer aufgestellt. Sie sollten Schutz vor Druckwellen bieten, falls die Bomben detoniert wären. Doch alles ging gut. Gegen 12.30 Uhr meldete die Stadt, dass beide Blindgänger entschärft sind. Wenig später baute die Feuerwehr die Absperrungen ab und die 16 000 betroffenen Menschen durften zurück in ihre Wohnungen.

SOCIAL BOOKMARKS