Erfahrung älterer Arbeitnehmer immer wichtiger
Bild: Reimann

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen lobte den Mittelstand für seine Erfolge in der Frauenförderung. Der Ennigerloher Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (CDU) begleitete die Ministerin bei ihrem Besuch in Oelde.

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Im Redaktionsgespräch bei der „Glocke“ in Oelde betonte die 54-jährige Christdemokratin am Donnerstag die Bedeutung der Arbeitskräfte zwischen 60 und 64 Jahren. „Laut Statistik haben wir in diesem Altersbereich derzeit erstmals wieder mehr Menschen mit als ohne Arbeit.“ Firmen sähen immer öfter den Vorteil, das Fachwissen jener Mitarbeiter im Unternehmen zu halten.

Bei aller Freude über die anhaltend guten Zahlen auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Die wachsende Altersarmut macht der Ministerin Sorge. Zwar bezögen derzeit nur etwa 2,5 Prozent der Bundesbürger Grundsicherung, aber die Zahl derer, die trotz 30 oder 40 Beitragsjahren später einmal nicht mehr von ihrer Rente leben könnten, werde steigen. Ursula von der Leyen: „Ich denke da vor allem an die Menschen, die heute ein kleineres Einkommen beziehen.“

Aktionsprogramm gegen Altersarmut

Die Christdemokratin ist davon überzeugt, dass die Union nach einer erfolgreichen Bundestagswahl wesentliche Merkmale ihres bereits vor einem Jahr vorgestellten Aktionsprogrammes gegen Altersarmut umsetzen werde. Dazu gehörten der Anstieg der Mütterrente für Frauen, die vor dem Jahr 1992 Kinder zur Welt gebracht hätten, sowie die Einführung einer Lebensleistungsrente, die Arbeitnehmern eine monatliche Altersgeldzahlung in Höhe von 850 Euro garantiere.

Dass sie mit ihrem bislang erfolglosen Vorstoß aus dem vergangenen Jahr richtig liegt, davon ist Ursula von der Leyen weiterhin überzeugt. „Ich bin mittlerweile eine Fachfrau in allen Rentenfragen. Aber eines habe ich in dieser Angelegenheit erkennen müssen: Das Werben für ein Thema, das weit in der Zukunft liegt, hat mehr Kraft und Zeit gekostet, als ich es wahrhaben wollte“, sagte die Ministerin der „Glocke“.

Wie sich Ursula von der Leyen entspannt, ihre Position zur Frauenquote und ihre Einschätzung zur Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer nach Deutschland in der Freitagausgabe der „Glocke“ und des „Ahlener Tageblatts“.

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