Erlebniswelt macht Hermann noch attraktiver
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Die Geschichte des Cheruskers Hermann soll Besuchern ab 2021 in einer Erlebniswelt nähergebracht werden. Sie bildet das erste Teilprojekt zur Attraktivitätssteigerung des Areals rund um das Denkmal in Detmold (Kreis Lippe).
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Um die Geschichte des Orts und der Statue erlebbar zu machen, setzen die Verantwortlichen dabei auf die Verknüpfung von Bewährtem und Fortschritt. „Außer klassischen Museumsstücken sind Virtual und Augmented Reality (deutsch: virtuelle und erweiterte Realität) wichtige Elemente“, hebt Arne Brand, Projektverantwortlicher beim Landesverband Lippe hervor.

„Denkmal ist ein Identifikationsort für die Region“

Ein 360-Grad-Kino wird Teil der Erlebniswelt sein, die neben dem Denkmal entsteht. Bei der Planung wird vor allem auf virtuelle Realität gesetzt.
Das heißt: Mit dem Smartphone oder VR-Brillen wird für die Besucher Geschichte lebendig. „Sie können unseren Hermann praktisch persönlich kennenlernen.“ Zudem gebe es ein 360-Grad-Kino sowie ein Klassenzimmer, in dem Schüler ihr Wissen vertiefen können. Ein weiterer Höhepunkt ist das begehbare Dach der Erlebniswelt. Die Investitionssumme dafür beläuft sich auf 2,3 Millionen Euro.

„Das Hermannsdenkmal ist ein Identifikationsort für die Region“, betont Brand. „Umso wichtiger ist es, dass wir seine Funktion als touristischen Anker wahren und stärken.“ Seit vier Jahrzehnten habe es auf dem Areal keine Großprojekte zur Attraktivitätssteigerung gegeben. Das soll sich nun ändern. Die Erlebniswelt bildet den Kern des Gesamtkonzepts, bekräftigt er.

Eintritt soll trotz hoher Investitionen frei bleiben

Ein Blick auf die Architektenentwürfe von Ingo Düsterhus, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen beim Landesverband, verrät: Es wird eingeschossig und lichtdurchflutet. „Das Gebäude soll auffallen und sich gleichzeitig harmonisch in die Kulisse des Walds einfügen“, sagt Brand. 220 Quadratmeter misst die Fläche des Ausstellungsbereichs.

500.000 Euro der Investitionssumme hat der Landesverband Lippe für das erste Teilprojekt zur Verfügung gestellt. Baubeginn ist im Herbst 2019. Bis dahin müssen Anträge gestellt, Ausschreibungen getätigt und erste Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Weichen werden zum Beispiel die alte Tourist-Info sowie ein Pavillon, erklärt Brand. „Wenn alles nach Plan läuft, wird die Erlebniswelt Mitte 2021 fertiggestellt sein.“ Zahlen müssen Besucher für einen Museumsbesuch nicht. Der Eintritt ist kostenfrei.

Welche weiteren Pläne für das Denkmal der Landesverband für die kommenden Jahre hat, lesen Sie in der Wochenendausgabe der „Glocke“ vom 25. und 26. November.

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