Erschlagene Irma K. (83): DNA-Test angesetzt
Bilder: Polizei Bielefeld
Wer verdächtige Beobachtungen im Umfeld vom Mordopfer Irma K. (9. August) gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Sie lebte in der Straße Moorbusch in Petershagen-Döhren.
Bilder: Polizei Bielefeld

In einem ersten Schritt sind rund 600 Männer zur Speichelprobe aufgefordert. Die Maßnahme soll am Montag, 15. Oktober, beginnen und ist zunächst auf drei Ortschaften (Döhren, Seelenfeld und Neuenknick) beschränkt.

Die 83-Jährige (Bild unten) war am 13. August erschlagen in ihrem Haus von ihrer Tochter aufgefunden worden. Seit dieser Zeit ermitteln der zuständige Staatsanwalt Veit Walter sowie die Beamten der Bielefelder Mordkommission „Döhren". Zwischenzeitlich sind die Ermittler mehr als 150 Hinweisen und Spuren nachgegangen. Dabei ist auch eine DNA-Probe vom möglichen Mörder gefungen worden.

Proben werden zu Hause genommen

„Wir werden alle betroffenen Personen nicht zentral zum Speicheltest einladen, sondern die Beamten werden zu ihnen nach Hause kommen", erläutert Hartmut Runte, Leiter der Mordkommission, den Ablauf des DNA-Test.  „Wir möchten dadurch in vertraulicher Atmosphäre mit den Personen sprechen, um so weitere Hinweise zu bekommen und mögliche Vorbehalte gegen den Speicheltest auszuräumen."

Die Staatsanwaltschaft und Polizei weisen daraufhin, dass es sich um eine Maßnahme handelt, an der freiwillig teilgenommen werden kann. Die Mitwirkung eines jeden Einzelnen helfe jedoch den Ermittlern erheblich, um das brutale Verbrechen an der Rentnerin aufzuklären, heißt es in der Presserklärung. Daher hoffen Staatsanwalt und Mordkommissions-Leiter auf eine breite Unterstützung.

Bei optimalem Verlauf rechnen die Beamten damit, die Speichelproben in den nächsten 14 Tagen genommen zu haben. Ob es dann zu einer räumlichen Ausweitung der Aktion kommt, hängt von den Ergebnissen ab.

Polizei bittet Zeugen um Hinweise

Ferner bitten die Ermittler mögliche Zeugen um Mithilfe. Die Mordkommission bittet um Hinweise auf Personen, die in der Nähe des Tatorts wohnen oder Kontakte zum Mordopfer hatten. Verdächtig sind möglicherweise Personen aus dem Umfeld von Irma K., die sich während der Tatzeit (zwischen Donnerstagmittag, 9. August, und Freitagmorgen, 10. August) besonders auffällig verhalten haben.

„Dabei sind auch die Hinweise von Bedeutung, die nicht aus eigenem Wissen, sondern aus Erzählungen oder aus Gerüchten stammen“, heißt es in dem Aufruf. Die Ermittler weisen daraufhin, dass sich der Gesuchte auch hinter einer gut bürgerlichen Fassade verbergen könnte. Das Opfer wohnte in der Straße Moorbusch in Petershagen-Döhren. 

Hinweise nimmt die Polizei in Minden (0571/88660) sowie jede andere Polizeidienststelle entgegengenommen.

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