Erste Todesfälle durch Darmkeim Ehec
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Die Zahl lebensgefährlicher Durchfallerkrankungen, die vom EHEC-Erreger ausgelöst werden, hat weiter zugenommen.

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Dass auch sie den gefährlichen Erreger in sich trugen, ist jedoch noch nicht bestätigt.

Alle drei Frauen erkrankten in Norddeutschland. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass es weitere Opfer geben wird. „Wir müssen auch klar sagen, dass wir mit Todesfällen rechnen müssen“, sagte RKI-Präsident Reinhard Burger gestern in Berlin.

Bislang mehr als 460 Fälle

Die Infektionsquelle sei weiterhin nicht klar. Die Zahlen sind seit dem Ausbruch Mitte Mai sprunghaft angestiegen. Bislang gibt es mehr als 460 bestätigte und Verdachtsfälle. Betroffen sind vor allem die norddeutschen Bundesländer, aber auch Hessen, Bayern und das Saarland.

In NRW gibt es etwa 24 nachgewiesene Fälle. Der Kreis Gütersloh meldete gestern einen bei einer Frau Anfang 60. Hinzu kommen vier Verdachtsfälle, drei jüngere und eine ältere Frau. Bei einer Patientin im Kreis Warendorf nahm die Erkrankung einen milden Verlauf, zudem gibt es einen Verdachtsfall.

Bauern fühlen sich zu Unrecht beschuldigt

Die massive und plötzliche Verbreitung des Keims macht die Experten weiterhin ratlos. Sie vermuten, dass ungewaschenes, mit Gülle gedüngtes Gemüse der Grund für die Ansteckung ist. Die heimischen Bauern fühlen sich hingegen zu Unrecht beschuldigt. „Da wird gemutmaßt, dass Ehec-Erreger über Gülle auf das Gemüse gespritzt worden sei. Dabei ist es total abwegig, Gemüse mit Gülle zu düngen“, sagte ein Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster.

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