Ex-Bergleute streiten um Gratiskohle
Bergleute wollen weiterhin Gratiskohle beziehen, alternativ eine höhere Energiebeihilfe. Bild: dpa

Stattdessen sollen die rund 100 000 Betroffenen mit einer Einmalzahlung abgefunden werden. Eine 2015 getroffene tarifliche Regelung zwischen RAG und Gewerkschaft halten die klagenden Bergleute für unwirksam. Sie wollen weiter Kohle oder höhere Ausgleichszahlungen, die sich am Beschaffungspreis der Kohle im Handel orientieren. Drei Berufungsprozesse beginnen am Mittwoch in Hamm, wie das Gericht mitteilte. In erster Instanz waren die Kläger vor den Arbeitsgerichten Herne und Rheine unterlegen. Einem Bergbaurentner stehen zurzeit noch jährlich 2,5 Tonnen Kohle zu. Die meisten verzichten inzwischen auf die Anlieferung des Brennstoffes und lassen sich 122,20 Euro pro Tonne als Energiebeihilfe auszahlen. Dies ist nach Ansicht der Betroffenen zu wenig, da der Marktpreis deutlich höher liege.

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