FH-Bau Bielefeld: Kosten verschleiert? 
Von außen ist der Neubau der FH Bielefeld komplett fertig. Es hakt im Inneren, insbesondere im Bereich Elektro- und Gebäudetechnik.

Die Information des BLB-Verwaltungsrats sei „weder zeitnah, noch umfassend, noch vollständig“ erfolgt , heißt es in einem Schreiben der drei CDU-Parlamentarier Stefan Berger, Wilhelm Hausmann und Christian Möbius an das NRW-Finanzministerium. Unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der PwC-Wirtschaftsprüfer werfen die drei Politiker der BLB-Führung eine „Verletzung der Unterrichtungs- und Berichtspflichten“ vor.

In dem Schreiben an den Staatssekretär des NRW-Finanzministeriums, Rüdiger Messal, der gleichzeitig Vorsitzender des BLB-Verwaltungsrates ist, verlangen die drei Christdemokraten eine juristische Prüfung, ob gegen die beiden BLB-Geschäftsführer, Martin Chaumet und Rolf Krähmer, „zivilrechtliche Schadensersatzansprüche“ geltend gemacht werden könnten.

Die Kosten für den Neubau der FH Bielefeld sind unter der Regie des landeseigenen BLB von zunächst geschätzten 161,6 Millionen Euro auf rund 260 Millionen Euro gestiegen. Die Prüfer von PwC kommen nach Aussage der drei CDU-Abgeordneten zu dem Ergebnis, dass dem BLB-Verwaltungsrat „Informationen zu Kostensteigerungen vorenthalten“ worden seien. Aus dem Bericht der Wirtschaftsprüfer ergebe sich der Verdacht, dass einzelne Kostenpositionen „versteckt werden sollten“, weil sie dem BLB-Verwaltungsrat nicht vermittelbar gewesen seien.

Unterdessen hofft die Leitung der FH Bielefeld, dass der BLB zeitnah einen Fertigstellungstermin für das Projekt nennt.

Mehr lesen Sie zu dem Thema in der Dienstag-Ausgabe der „Glocke“ und des „Ahlener Tageblatt“.

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