FMO steuert wieder München und Stuttgart an
Bilder: Kutzendörfer/dpa
Das bange Warten hat ein Ende: Andrés Heinemann (l.), Sprecher des FMO, und Geschäftsführer Prof. Rainer Schwarz, sind froh, dass wenigstens Geschäftsflieger wieder in die Luft gehen.
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Vom FMO aus wird ab 2. Juni wieder regelmäßig nach München und ab 8. Juni nach Stuttgart geflogen. Wann die ersten Ferienflieger starten, ist aber noch ungewiss. „Wir hängen davon ab, wann die touristischen Zielländer sich öffnen, vielleicht Ende Juni oder Anfang Juli.“

„Geschäftsleute scharren mit den Hufen“

Nach München soll es bis Mitte Juni außer samstags täglich einen Lufthansa-Flug geben, dann wolle die Airline erklären, wie es weitergeht, sagt der FMO-Chef. Die niederländische Gesellschaft AIS Airlines steuere von Montag bis Donnerstag morgens und abends sowie am Freitagabend Stuttgart an. „Wir sind eine starke Wirtschaftsregion, die Geschäftsleute scharren mit den Hufen“, betont Schwarz.

Er ist froh, dass es nach dem durch Corona bedingten Erliegen des Flugverkehrs (außer Fracht- und privaten Geschäftsflügen) wieder positive Nachrichten gibt. Ginge es nach dem FMO-Chef, dürften mit Beginn der NRW-Sommerferien am 26. Juni die klassischen FMO-Urlaubsziele Griechenland, Spanien, Türkei und Ägypten wieder auf dem Plan stehen. Die Reisewarnungen des deutschen Außenministeriums würden über den 14. Juni hinaus nicht verlängert, sagt Schwarz.

Eine Million Euro Verlust - pro Monat

Die sukzessiven Aufhebungen von Reisebeschränkungen innerhalb der EU lassen ihn hoffen, dass auch der touristische Verkehr im Sommer wieder aufgenommen werden kann. Aus Spanien etwa habe er gehört, wie sehr sich die Hoteliers derzeit um die Hygienemaßnahmen in ihren Häusern bemühten. „Der Sommer in Deutschland ist ja wohl ausgebucht.“

„Pro Monat verlieren wir durch Corona eine Millionen Euro“, überblickt der Geschäftsführer den wochenlangen Stillstand und die Kurzarbeit am FMO. Man lebe zurzeit „aus dem Liquiditätsbestand“. „Wenn der Gesamtschaden halbwegs greifbar ist, wollen wir mit den Gesellschaften gucken, wie das kompensiert werden kann.“ Und das alles vor dem Hintergrund, dass der FMO im ersten Quartal 2020 der wachstumsstärkste deutsche Flughafen gewesen sei.

Auch Paderborn-Lippstadt tief in der Krise

Ende Juni werde sich zeigen, inwieweit er unter den NRW-Rettungsschirm komme. „Aber eines ist klar“, sagt Schwarz. „Das wird auch nur ein Kredit sein, den wir zurückzahlen müssen.“

Auch der Regionalflughafen Paderborn/Lippstadt (PAD) in Büren (Kreis Paderborn) steckt seit Wochen tief in der Corona-Krise. „Vor dem 15. Juni passiert hier nichts“, sagt Marketing-Chef Klaus Marx mit Blick auf die Reisewarnung der Bundesregierung. „Seit Ende März sind wir im Lockdown“, berichtet er.

Keine Angst vor dem Fliegen haben

Frachtflüge habe es aber gegeben. So hat zum Beispiel in der Nacht zum 17. Mai den Airport eine Lieferung mit fünf Millionen Schutzmasken erreicht. Ein Logistikdienstleister aus Lage hatte den Transport im Auftrag des Paderborner Healthcare-Unternehmens Casada International organisiert.

Geliefert wurde die 19 Tonnen schwere Ladung mit einem Frachtflugzeug, das sie aus dem chinesischen Nanjing mit einem Zwischenstopp am Nizhnevartovsk Airport in Russland an den Heimathafen brachte. Wie aber der Flugplan für den Sommer in Paderborn aussehen könnte – um das zu bewerten, sei es noch viel zu früh, sagt Marx.

Aktuell geht am Airport Paderborn-Lippstadt nichts.

Am Flughafen Dortmund ist der Flugverkehr aufgrund der Corona-Pandemie ebenfalls nahezu zum Erliegen gekommen. Auch in Corona-Zeiten brauche man keine Angst zu haben, in ein Flugzeug zu steigen, versichert übrigens FMO-Chef Rainer Schwarz. Die Ansteckungsgefahr sei nicht hoch. „Nirgendwo gibt es eine so klare Luft wie in einem Flugzeug. Sie ist so rein wie in einem OP-Saal.“

All drei Minuten würde es einen kompletten Luftaustausch über die Lüftung des Fliegers geben, ein „Hepa-Filter“ filtere zudem Viren und Bakterien aus der Luft.

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