„FMO wird kein reiner Billigflughafen“
Bild: Geppert
Empfang für den Chef des Billigfliegers Ryanair auf dem Rollfeld des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO): (v.l.) Kiepenkerl Carsten Schröer, Flughafensprecher Andrés Heinemann, Ryanair-Boss Michael O‘Leary und Flughafenchef Prof. Gerd Stöwer.
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Und bei den beiden Routen soll es nicht bleiben, stellte der Ire in Aussicht. „Wenn die Verhandlungen mit dem FMO für die kommenden Flugpläne positiv verlaufen und wir, wie geplant ab 2014 unsere neuen Maschinen in Betrieb nehmen können, könnten wir den FMO sogar als Basis, an der Maschinen stationiert sind, ausbauen“, sagte O’Leary.

Europas erfolgreichste Fluglinie hat, so ihr Chef, 175 Boeings 737-800 bestellt. Sie werden ab 2014 ausgeliefert und stocken die Flotte der Iren auf 400 Maschinen auf.

Lange Verhandlungen

Mehr als zehn Jahre haben der FMO und Ryanair verhandelt. Jetzt, so betonte Flughafenchef Prof. Gerd Stüwer gestern, gebe es die entsprechenden Kapazitäten am Airport und man wolle nicht auf den zwei Strecken sitzen bleiben. Der FMO schätze Ryanair als „höchstpotenten Partner“. Trotzdem werde der FMO kein reiner Billigflughafen werden.

Das Problem der Nachtflüge wird mit dem irischen Billigflug-anbieter nicht akut werden, denn, so O’Leary: „Wir möchten, dass unsere Piloten und die Crew zuhause schlafen. Die Maschinen kehren üblicherweise sgegen 23 Uhr zu ihrer Basis zurück.“

Menschen auch ins Münsterland bringen

Der Geschäftsmann aus Dublin trat am FMO zwar locker und vergnügt auf – er nahm dem eigens engagierten Kiepenkerl noch auf dem Rollfeld die Mütze ab und probierte sie auf – wenn es aber um Zahlen ging, schimmerte der knallharte Manager durch. „Am FMO haben wir mehrere Ziele. Aus einem Flug wöchentlich jeweils nach Girona und Malaga sollen tägliche Flüge werden. Die Strecken sind zu 95 Prozent gebucht. Das ist die bisher höchste Rate mit neuen Strecken“, sagte der Ire. Sein Ziel: nicht nur Menschen vom FMO wegbringen, sondern auch ins Münsterland holen – ob nun Urlauber oder Geschäftsleute.

FMO 13. Flughafen

Der FMO ist der 13. Flughafen in Deutschland, den der Billigflieger aus Irland bedient. Ab dem 4. Juni sollen aus Greven jährlich 80 000 Passagiere transportiert werden.

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