Fall Höxter: Vorwürfe gegen Polizei
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Ein Paar aus Höxter-Bosseborn soll mehrere Frauen auf seinem Gehöft grausam misshandelt haben - mindestens zwei Opfer starben.
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Der Rechtsanwalt des tatverdächtigen 46-Jährigen W. hatte in einer Zeitung den Vorwurf erhoben, W. und dessen Ex-Frau hätten bereits 2012 - lange vor dem Tod der Frauen - auffliegen müssen. Sie seien damals mit einem anderen Opfer, das sie anschließend hätten freilassen wollen, zur Polizei in Uslar gefahren, um sich eine Unterschrift der Frau bezeugen zu lassen. Sie habe unterschreiben sollen, dass sie sich freiwillig in dem Haus des Paares aufgehalten habe. Die Polizei habe dies abgelehnt, ohne mit dem Opfer zu sprechen. Andernfalls, so der Anwalt, wäre das Paar wohl schon damals aufgeflogen.

Göttingens Polizeipräsident Lührig wollte sich zu dem Vorwurf nicht konkret äußern: Es handele sich um ein schwebendes Ermittlungsverfahren des Polizeipräsidiums Bielefeld und der Justizbehörden in Nordrhein-Westfalen. Aus Polizeikreisen hieß es, man halte den Vorwurf des Rechtsanwalts für wenig plausibel. Der 46 Jahre alte Verdächtige W. und seine 47 Jahre alte Ex-Frau hatten jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter gelockt. Laut den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Opfern aus, zwei Frauen aus Niedersachsen kamen ums Leben.

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