Fall Lügde: Hoher Kripo-Beamter suspendiert
Die Kreispolizeibehörde Lippe in Detmold steht nach dem Missbrauchsfall von Lügde massiv unter Druck. Nachdem Beweismaterial  verschwunden ist, hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) von „Polizeiversagen“ gesprochen. Jetzt hat der Landrat des Kreises Lippe, Axel Lehmann, einen leitenden Kripo-Beamten vom Dienst suspendiert. 

Der Leiter der zuständigen „Direktion K“, der aus dem Kreis Gütersloh stammt,  habe ihn zu spät über die verschwundenen Beweismittel in dem Fall informiert, sagte der Behördenchef und Landrat Axel Lehmann (SPD) am Freitag im nordrhein-westfälischen Detmold bei einer Pressekonferenz.

NRW-Innenminister Herbert Reul hatte am Donnerstag über verschwundene Beweisstücke im Gebäude der Polizei in Detmold berichtet. Ende Januar war der Verlust aufgefallen, erst Tage später wurde die Behördenleitung informiert. „So geht es nicht“, kritisierte Lehmann. Er bezeichnete auch den Einsatz eines Polizeianwärters bei der Sichtung der Beweismittel als schweren handwerklichen Fehler. Zu der Frage, wie die Beweismittel verschwinden konnten, gab es keine neuen Informationen.

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