Fall aus Blomberg bei XY ungelöst
In der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst mit Rudi Cerne ist am Mittwochabend auch der Fall der 13-jährigen Maria vaus Freiburg orgestellt worden, die mit einem 53-Jährigen aus Blomberg auf der Flucht ist. Es gab einen interessanten Zuschauerhinweis, der jetzt geprüft wird.

Eine Zuschauer meldete sich beim Team um Moderator Rudi Cerne und berichtete, das ungleiche Paar erst jüngst gesehen zu haben. Nähere Angaben dazu machten Kriminalisten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Der Hinweis wird aber ernst genommen und überprüft, hieß es.

Das Mädchen aus Freiburg hatte den 53-Jährigen über das Internet kennengelernt und ist mittlerweile seit vier Wochen auf der Flucht  - mit hoher Wahrscheinlichkeit freiwillig: Es wird eine Liebesbeziehung zwischen dem ungleichen paar vermutet.

Im Internet kennengelernt

Für den Direktor der Kriminologische Zentralstelle in Wiesbaden, Rudolf Egg,  ist das Verhalten von Maria  nicht ungewöhnlich. „Die Schwärmerei von Mädchen etwa für ihre Lehrer oder den Pfarrer sind ja bekannt“. Die Erwachsenen repräsentierten das, was sie selbst noch nicht haben: Reife und Selbstbewusstsein. Meist fallen solche Schwärmereien nicht auf fruchtbaren Boden und erlöschen schnell. Es muss einiges zusammenkommen, damit ein solch ungleiches Paar entsteht. Das Internet spielt dabei für Egg nicht die entscheidende Rolle. „Es bietet nur eine Möglichkeit mehr, um in Kontakt zu kommen.“

Auf herkömmlichen Weg wäre Maria wohl kaum auf den Mann aus Blomberg in Nordrhein-Westfalen gestoßen. Sie hatte sich mehrfach mit ihm getroffen - zuletzt auch gegen den Willen ihrer Eltern, die davon erfahren hatten. Dennoch sind solche Beziehungen strafbar und werden als sexueller Missbrauch von Minderjährigen eingestuft.

Die Männer, die wegen ihrer Liebe zu Minderjährigen meist ins Gefängnis müssen, zeigten sich oft wenig einsichtig. «Viele von ihnen schämen sich nicht, „weil das Mädchen doch schon so erwachsen war“, sagt Egg. Diese Männer haben ihre eigene Version der Geschichte, in der nicht sie, sondern die Gesetze das Problem sind.

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