„Falscher Polizist“ in Münster festgenommen
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Ein 40-jähriger Deutsch-Türke ist festgenommen worden. Er soll sich einem 88-Jährigen gegenüber als Polizist ausgegeben haben, um an dessen Geld zu gelangen.
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Laut der gemeinsamen Mitteilung belagerten angebliche Polizei- und Justizbeamte den 88-jährigen Münsteraner seit Anfang Februar am Telefon. Immer wieder hätten sie dem Ruheständler vorgegaukelt, dass ein Einbruch in seine vier Wände kurzbevorstünde und die Einbrecherbande mit seiner Hausbank zusammenarbeite.

Demnach forderten die Ganoven den Mann auf, sein Erspartes von der Bank abzuholen, um es einem von der Polizei entsandten Boten zu übergeben. Zermürbt von den vielen Anrufen und im Glauben, sein Geld so in Sicherheit zu wägen, holte der Münsteraner einen mittleren sechsstelligen Bargeldbetrag von seiner Bank und übergab diesen einem Boten.

88-Jähriger wird misstrauisch und schaltet die Polizei ein

Nach der Übergabe ließen die Betrüger nicht nach, heißt es in der Mitteilung weiter. Stattdessen hätten die Männer den Münsteraner weiterhin mit Anrufen bedrängt. Sie machten ihm demnach Angst und forderten mehr Geld, um dieses in Sicherheit zu bringen.

Daraufhin sei der 88-Jährige misstrauisch geworden und hätte sich am 15. Februar bei der Polizei gemeldet. Im Rahmen der Ermittlungen fingierten die Beamten gemeinsam mit dem Münsteraner eine weitere Übergabe eines Bargeldbetrages, teilten die Beamten und die Staatsanwaltschaft weiter mit.

U-Haft wegen Fluchtgefahr angeordnet

Bei dem Treffen nahmen Polizisten einen 40-jährigen Deutsch-Türken fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde er wegen Fluchtgefahr am Montag (19.2.) einem Haftrichter vorgeführt. Er steht im Verdacht, Beihilfe zum bandenmäßigen gewerbsmäßigen Betrug geleistet und eine im Ausland operierende Bande unterstützt zu haben. Der Richter ordnete Untersuchungshaft an.

Die Ermittlungen zu weiteren Mitgliedern der Betrügerbande dauern an. Aus anderen gleichgelagerten Verfahren ist bekannt, dass diese zumeist aus dem Ausland agieren.

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