Flughafen Paderborn-Lippstadt saniert
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Sanierung abgeschlossen: Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren ist entschuldet.
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Die Rückkehr in den regulären Geschäftsbetrieb zum 1. Mai wird demnach möglich, nachdem das Amtsgericht Paderborn die Insolvenz in Eigenverwaltung nach sieben Monaten aufgehoben habe. Vollständig entschuldet und finanziell nachhaltig aufgestellt werde der Betrieb nun wieder aufgenommen. 

Neu aufgestellte Gesellschafterstruktur

Gesellschafter der neu aufgestellten Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH sind die Kreise Paderborn (77,94 %), Soest (12,26 %), Hochsauerlandkreis und Höxter mit jeweils 3,92 % sowie die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld (1,57 %) und die IHK Lippe zu Detmold (0,39 %). Die Stadt Bielefeld ist seit dem 1. Januar ausgeschieden, hat ihre Anteile an den Kreis Paderborn abgegeben und zahlte diesem einmalig 2,5 Millionen Euro. Die Kreistage der Kreise Gütersloh und Lippe haben beschlossen, mit dem Abschluss des Insolvenzverfahrens rückwirkend zum 1. Januar ebenfalls als Gesellschafter auszuscheiden. 

Landrat blickt positiv nach vorn

„Die Aussichten sind positiv! Vor uns liegt jede Menge Arbeit, aber wir haben gute Voraussetzungen, um die Zukunft für unseren heimischen Flughafen entsprechend zu gestalten. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die einen hervorragenden Job für den Paderborn-Lippstadt Airport und somit für den Kreis Paderborn und die Region gemacht haben“, sagte Christoph Rüther, Landrat des Kreises Paderborn und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH, laut Mitteilung. Der Generalbevollmächtigte Dr. Yorck T. Streitbörger sagte demnach: „Als erster Regionalflughafen in Deutschland hat sich der Paderborn-Lippstadt Airport aus eigener Kraft und nachhaltig neu aufgestellt.“

Belegschaft schrumpft drastisch

Der Airport soll trotz einer deutlichen Verkleinerung ein vollwertiger Flughafen bleiben. Die Belegschaft musste für die Sanierung von 170 auf rund 65 Beschäftigte schrumpfen. Die Abfertigungskapazität wurde auf 300 000 Passagiere im Jahr reduziert. Vor der Corona-Krise hatte der Airport noch 700 000 Fluggäste gezählt. Der jährliche Zuschuss der Gesellschafter soll von 5 auf maximal 2,5 Millionen Euro im Jahr sinken. Hauptgesellschafter ist der Kreis Paderborn mit einem Anteil von gut 62 Prozent.

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