Flughafen schafft die Trendwende
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Startklar für den Sommer: Um zehn Prozent steigert der Flughafen Paderborn-Lippstadt bei einem erweiterten Flugplan das Sitzplatzangebot. Die Auslastung der Maschinen liegt in der Sommersaison liegt bei 90 Prozent.
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  „Ein Prozent Wachstum hört sich bescheiden an, ist wegen der schwierigen Zeiten aber sehr gut“, ordnet Flughafen-Geschäftsführer Marc Cezanne beim Pressetermin am Freitag ein. Mit schwierigen Zeiten meint der 48-Jährige, der vor zwei Jahren von der Fluggesellschaft Air Berlin nach Büren wechselte, etwa die Terror-Anschläge in Tunesien, den Lufthansa-Streik und den Rückzug der Airline Condor aus Paderborn-Lippstadt. „30 000 Passagiere hat uns das gekostet“, bilanziert Cezanne. Beispielsweise brachen die Buchungszahlen für Ziele in Tunesien (Djerba und Enfidha) nach den Terrorattacken im Juni drastisch ein. „Trotzdem haben wir im Sommerflugplan von Mai bis Oktober fünf Prozent mehr Passagiere verzeichnet“, sagt Cezanne. Und auch die Zahl der Starts und Landungen stieg um drei Prozent auf 36 500. Der Umsatz des Flughafens wird sich 2015 erneut in Höhe von rund 30 Millionen Euro bewegen. Genaue Ergebnisse, auch zur Höhe des Verlusts (2014: 2,2 Millionen Euro), will Cezanne erst im Juni bekannt geben.

Erweitertes Angebot

Optimistisch blickt der Regionalflughafen auf den kommenden Sommer. Die Kapazität an Sitzplätzen wird um zehn Prozent (50 000 Gäste) steigen. Der Grund: Mit Small-Planet-Airlines und Fly-Egypt fliegen ab Mai zwei neue Gesellschaften ab Paderborn-Lippstadt. Hinzu kommt, dass Tui, Thomas Cook und Sun-Express ihr Streckennetz erweitern. „Um die neuen Plätze zu füllen, verstärken wir weiter das Marketing in unserem Einzugsgebiet von 5,5 Millionen Menschen“, kündigte Cezanne an. Wohin es die Passagiere verschlägt, ist für Cezanne klar: „Spanien und Portugal brummen.“ Vor allem Palma de Mallorca sei stark gefragt und mache ein Drittel des Aufkommens ab Paderborn-Lippstadt aus. „Der Trend geht nach Westen“, sagt Cezanne. Allzu weit will er angesichts der weltweiten Krisenherde zwar nicht voraus blicken, bekräftigt aber für das Jahr 2016: „Wir sind optimistisch.“

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