Frühchen-Intensivstation öffnet wieder
Die Frühchen-Intensivstation des Evangelischen Krankenhauses (EVK) in Lippstadt nimmt am Mittwoch wieder ihren Regelbetrieb auf. 

Ende September war das letzte der insgesamt 14 mit Keimen besiedelten Kinder aus dem EVK entlassen worden.

Trotz Begehungen durch Experten, Abklatsch- und Umgebungsuntersuchungen, einer Analyse der eingesetzten Medikalprodukte und der Überprüfung der baulichen Situation im EVK ist immer noch kein Hinweis auf die Ursache der Keimverbreitung gefunden worden. Mitte Juli war ein 650 Gramm schweres Mädchen acht Tage nach seiner Geburt an einer Blutvergiftung durch Darmkeime im EVK gestorben.

Das Eingangsscreening, bei dem von jedem kleinen Patienten Proben gewonnen und auf potenziell krankmachende Keime untersucht werden, wurde bisher für alle Frühchen unter 1500 Gramm Geburtsgewicht durchgeführt. Nun werde für alle Patienten der Frühchen-Intensivstation ein solches Eingangsscreening durchgeführt, heißt es in einer Mitteilung des EVK. Zudem will das EVK neu aufgenommene Patienten solange isolieren, bis ihr Keimstatus feststeht. Die maximale Aufnahmekapazität der Intensivstation wird von bisher 20 auf zukünftig 16 Kinder begrenzt.

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