Gauselmann kauft landeseigene Casinos 
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Die Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp hat den Zuschlag für die vier landeseigenen Spielcasinos in NRW erhalten.
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Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Laut NRW.Bank hatte Gauselmann aber die höchste Summe aller Interessenten geboten. 

Vier Spielcasinos gehen an Gauselmann

Die Übernahme muss noch von den Kartellbehörden abgesegnet werden. Wie die NRW-BANK und die Gauselmann-Gruppe getrennt voneinander mitteilten, wurde der Kaufvertrag am Dienstag notariell besiegelt. Die Casinos in Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund und Duisburg sollen unter dem Namen „Merkur“-Spielbanken weiter geführt werden. Die Gauselmann-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 14.000 Menschen und machte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro. 

Die politisch umstrittene Privatisierung der Westspiel-Casinos hatte mit dem Bieterverfahren im vergangenen Dezember begonnen. Interessenten mussten laut den Ausschreibungsunterlagen schon im Spielbank-Geschäft sein und mindestens 20 Millionen Euro Eigenkapital haben. Der Gesamtwert des Unternehmens wurde damals - über die aktuelle Konzession von 15 Jahren gesehen - in den Ausschreibungsunterlagen mit 2,7 Milliarden Euro taxiert. 

Über einen möglichen Kaufpreis sagt das nichts aus. Denn tatsächlich hatte Westspiel 2019 das erste Mal seit Jahren mit knapp 3,2 Millionen Euro überhaupt einen Konzernjahresüberschuss erzielt, wie es im Abschlussbericht hieß.

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